Superbike-DM: Streit beigelegt (Archivversion) »Sieg der Vernunft“

Sportchef Lothar Kutschera zum Ende des DM-Streits

Kurz vor dem Jahreswechsel haben die DM-Streithähne gerade noch die Kurve gekriegt - Gott sei Dank. OMK, DEWE und Pro Superbike einigten sich auf einen Kompromiß im Sinne des Sports. Letztendlich hat die Vernunft gesiegt, denn beide Seiten mußten erkennen, daß sie alleine keine Chance haben. OMK und DEWE können keine DM vermarkten, wenn sie nicht die in der Pro Superbike-Initiative organisierten Top-Teams im Boot haben. Eine Pro Superbike-Piratenserie wäre ebenfalls zum Scheitern verurteilt gewesen. Die OMK hätte keine Fahrerlizenzen ausgestellt und alle deutschen Veranstaltungen blockiert. Wen hätte eine vor weingen Fans im Ausland ausgetragene und letztlich nur fürs Fernsehen inszenierte Meisterschaft auf Dauer interessiert? Klarer Verlierer in dem zähen Streit der letzten Wochen ist die OMK. Beim Versuch, den ungeliebten Franz Rau als Superbike-Promoter aus dem Geschäft zu drängen, erlitten die ohnehin viel gescholtenen Frankfurter Verbandsstrategen eine peinliche Schlappe. Der Moto Motion-Chef wußte beim Machtpoker die Industriepartner von Pro Superbike hinter sich - da hatte die OMK schlechte Karten. Rau darf sich bei den TV-Rechten mit den Klassen Superbike und Supersport 600 die Sahnestückchen aus dem DM-Kuchen schneiden. Beim permanenten Ticket-System, dem technischen Reglement und dem Terminkalender hat jedoch weiterhin die OMK das Sagen. Wobei der letzte Punkt auch in Zukunft für Reibereien sorgen dürfte.

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