Superbike-Stars (Archivversion)

Die neue Kawasaki Z1 stellte 1972 alles bislang Dagewesene in den Schatten. Das Superbike mit dem 900-cm3-Vierzylinder und zwei obenliegenden Nockenwellen war der Grundstein einer neuen Rennsport-Epoche. Mit 105 PS bei 10500/min im Renntrimm schaffte die Z1 1973 einen sensationellen Daytona-Rundenrekord und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 290 km/h. Anfang der 80er Jahre sorgten in Amerika Fahrer wie die späteren Grand Prix-Stars Eddie Lawson oder Wayne Rainey mit den Kawasaki-Superbikes für Furore. Ihre unverkleideten, zumindest äußerlich der Serie entsprechenden Z 1000-Maschinen mit hohem Lenker waren eine Attraktion. Bald schwappte die Superbike-Welle nach Europa über. In Deutschland formierten sich 1983 die ersten Teams, und Kawasaki war wieder vorn dabei. Hierzulande wurden die Motoren der Z1000 mit rund 150 PS in reine Rennfahrwerke von Tunern wie Jung oder Egli eingebaut. Erst als 1988 die Superbike-Klasse zur offiziellen Weltmeisterschaft aufgewertet wurde, kam die Hubraumbeschränkung auf 750 cm3 für Vierzylinder- beziehungsweise 1000 cm3 für Zweizylinder-Motoren. Ebenso die Vorgabe, daß die Rennmaschine dem homologierten Serienmotorrad optisch gleichen muß. Nachdem zuerst Honda mit der RC 30 und dann Ducati in der Superbike-WM am Drücker war, schlug 1993 die Stunde für Kawasaki: Werkspilot Scott Russell gewann den Titel mit der ZX-R.

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