Superbike-WM Imola/I (Archivversion)

Supersport-WMEndlich HondaMit immer größer werdenden Geschützen griff Honda in den vergangenen Jahren nach dem Supersport-WM-Titel, der dem japanischen Motorrad-Giganten bislang noch fehlte. 2002 endlich sollte alles passen: Ein taugliches Basis-Motorrad, die CBR 600 FS, mit der niederländischen Ten-Kate-Struktur ein ganz hervorragendes Team, dazu formidable Pirelli-Reifen und Fabien Forêt, der französische Ultra-Spätbremser mit dem unorthodoxen Fahrstil, fügten sich zu einer kaum schlagbaren Kombination. Trotz dem aberkannten Sieg auf dem Eurospeedway Lausitz reichte ein vierter Platz beim Finale in Imola leicht zum WM-Titel vor Suzuki-Alstare-Corona-Fahrer Katsuaki Fujiwara, der das Rennen vor seinem Teamkollegen Stéphane Chambon gewinnen konnte. Für die beiden deutschen Yamaha-Fahrer endete die Saison unterschiedlich. Ex-Weltmeister Jörg Teuchert war als Fünfter einigermaßen zufrieden, während Christian Kellner trotz intensivster Dauerbetreuung seines Physiotherapeuten Martin Grill nicht starten konnte. Ein Bänderriss in der Schulter nach dem Assen-Horror-Sturz behinderte ihn zu sehr. Kellner ist Sechster, Teuchert Achter der WM.Gespann-WMSteinhausen VizeWegen eines ebenso kuriosen wie schweren Unfalls wurde das Gespann-WM-Finale abgebrochen. Der britische Co-Pilot Mike Frith brachte seinen rechten Unterarm zwischen Seitenwagenrad und Karosse und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Bei Abbruch des Rennens lag das deutsch-britische Team Jörg Steinhausen/Trevor Hopkinson auf Rang drei hinter Klaffenböck/Parzer und Webster/Woodhead. Dem 47-jährigen Steve Abbot mit Co James Biggs reichte Rang fünf, um mit Steinhausen in der WM-Tabelle bei 151 Punkten gleichzuziehen und mit drei Saisonsiegen gegen einen des Deutschen den Titel abzustauben.Supersport 2003Totale AufrüstungSchon auf der Münchner Messe Intermot beeindruckten vor allem Honda, Kawasaki und Yamaha mit den jüngsten Versionen ihrer jeweiligen 600er-Supersport-Maschinen als hoffnungsfrohe Basis für die WM. Pünktlich zum Finale 2002 stellten Honda und Yamaha nun die Rennversionen der CBR 600 RR und der neuen Einspritzer-R6 vor. Auch in der am meisten mit der Serie verwandten WM-Klasse zeigen bereits die Homologations-Motorräder einen gnadenlosen Weg zum Rennstreckenerfolg auf.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote