Superbike-WM in Brands Hatch/GB (Archivversion) Jenseits des Tales

Die Superbike-WM, noch vor kurzem in existenzieller Krise, scheint sich am eigenen Schopf aus dem Tal der Tränen zu ziehen. Das hat mehrere Gründe. Einer davon: Die Ducati-Werksfahrer treten mit ihren überlegenen 999 F04 kaum
meisterlich auf. In Brands Hatch verbuchte
Lokalheld und bis dato Tabellenführer
James Toseland Rang sieben und einen Sturz, während Kollege Régis Laconi zwar die WM-Führung holte, aber als geschlagener Zweiter und ebenfalls mit Sturz.
Parallel dazu wird die Ten-Kate-
Honda Fireblade unter dem australischen Jungstar Chris Vermeulen immer stärker.
Obwohl der Supersport-Weltmeister 2003 nach drei Siegen in den vier Rennen vor Brands Hatch diesmal »nur« Vierter und Dritter wurde, liegt er in der WM nur noch um zwei Punkte hinter Laconi. Und eine bedeutend bessere Leistungskonstanz spricht eindeutig für Vermeulen. Noriyuki Haga, auf seiner privaten Ducati eindrucksvoller Doppelsieger von Brands Hatch, will auch noch um den Titel mitspielen.
Fast schon optimistisch stimmen die Aussichten für 2005: Ten-Kate-Honda wird auf zwei Fahrer aufstocken, höchstwahrscheinlich mit Karl Muggeridge, der nach seinem Supersport-Sieg von Brands Hatch dem 600er-Titel schon zum Greifen nah ist. Klaus Klaffenböck will sein Honda-Supersport-Team aufsteigen lassen, als Fahrer schweben ihm Shane Byrne und Max Neukirchner vor. Und auch Frankie Chili will eine CBR 1000 RR einsetzen. Sein bisheriges PSG1-Team wechselt dagegen zu
Kawasaki wie auch DFX mit den Fahrern Steve Martin und Marco Borciani.
Ob das halboffizielle Yamaha-Supersport-Team aus Deutschland oder Italien kommt, ist unklar. Christian Kellner jedenfalls verlässt nach sechs Jahren Yamaha Deutschland. Alstare-Corona-Impresario Francis Batta hat drei Optionen: wie bisher Suzuki, sonst Ducati oder MV Agusta. mtr

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