Superbike-WM in Magny-Cours/F: Reportage (Archivversion) Der Brite James Toseland schnappte in Magny-Cours seinem Ducati-Werksfahrerkollegen Régis Laconi den WM-<br /><br /> Titel weg. »Aber zum Feiern kommen alle auf unsere Saisonabschlussparty, genau wie letztes Jahr«, kommentierte Patricia Dethor, Mitbesitzerin des Alstare-Corona-Suzuki-Teams, mit gespielter Empörung.<br /><br /> Was zunächst wie gekonnte Arbeits-<br /><br /> teilung aussieht &#150; Ducati hat die besten Maschinen und gewinnt, während Alstare-Corona die besten Feste feiert &#150;, spiegelt die Situation der Superbike-WM im All-<br /><br /> gemeinen und des Ducati-Werksteams im Besonderen wider. Der neue Weltmeister nämlich fühlte sich schon früh in der <br /><br /> Saison als Nummer zwei abgekanzelt, obwohl er die Ducati-Farben an der Tabellenspitze hochhielt, während Team-Kollege Laconi den verlorenen Punkten aufgrund seiner beiden Ausfälle vom Saisonauftakt in Valencia nachjagte.<br /><br /> Beim Finale in Magny-Cours ließ Toseland dem Lokalhelden keine Sonne mehr, siegte im ersten Rennen und musste sich im zweiten, die WM schon so gut wie in der Tasche, nur noch mit Noriyuki Haga auf der Renegade-Ducati beschäftigen.<br /><br /> »Ich konnte erst ganz am Schluss <br /><br /> gegen Nori nachgeben, als klar war, dass <br /><br /> von Laconi nichts mehr kommen würde«, seufzte der neue Champion, »aber jetzt <br /><br /> ist es geschafft: Der Superbike-WM-Titel ist wieder, wo er hingehört, in England. Carl Fogarty hatte den Titel viermal, Neil Hodgson einmal gewonnen. Ich bin sehr stolz, dass ich nun in dieser Reihe stehe.«<br /><br /> Völlig ohne Glück funktionierte das <br /><br /> britisch-nationale Unternehmen Titelsicherung allerdings nicht. Ausgerechnet die bis dahin extrem zuverlässige Ten-Kate-Honda-Fireblade von Chris Vermeulen blieb im Finale gleich zweimal stehen. »Der Motor setzte plötzlich aus und stellte schließlich ganz ab, im zweiten Lauf das Gleiche«, so der enttäuschte Teamchef Gerrit ten Kate. Ganz offensichtlich hatte er fürs WM-Endspiel eine weitere Stufe in Sachen Motorleistung gezündet, die zu früh hochging.<br /><br /> Toselands WM-Titel bringt seine eigene weitere Karriereplanun

»Der Supersport-WM-Titel sollte im Hause bleiben«, forderte Teamchef
Gerrit ten Kate vor Saisonbeginn. Karl Muggeridge tat seinem Chef den Gefallen.

D ie Kür fiel für das Ten-Kate-Honda-Team in Magny-Cours leider aus. Der Traum vom Super-
bike-WM-Titel gleich im ersten Jahr löste sich in zwei Motorschäden an Chris Vermeulens Fireblade auf. Das Pflichtprogramm aber, den dritten Supersport-WM-Titel in Serie, erledigten die gelben Jungs aus den Niederlanden ohne jegliche Schwierigkeiten. Schon nach dem vorletzten Rennen im italienischen Imola stand der Australier Karl Muggeridge als neuer Champion fest und feierte beim Endlauf in Magny-Cours den
Titel standesgemäß mit einem Sieg vor seinem Teamkollegen Broc Parkes, der Vizeweltmeister wurde.
Muggeridge steigt für 2005 team-
intern in die Superbike-WM auf, und Parkes macht mit seinem Wechsel zu Yamaha Deutschland das Team aus Neuss zum logischen Favoriten fürs neue Jahr.

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