Superbike-WM in Monza/I (Archivversion)

Superbike / Interview

«Jeder kann einmal Dakar sehen«Rennleiter Hubert Auriol?Die nächste Dakar-Rallye beginnt in Dakar und endet auch dort. Warum starten Sie nicht wie gewohnt in Europa?Jetzt kann jeder Teilnehmer zumindest einmal Dakar sehen. Aber im Ernst: Der Trend geht zu kürzeren Rallyes, und unser Ziel war es, die Veranstaltung zu 100 Prozent in Afrika abzuwickeln. Wir werden dabei wieder zu klassischen Etappenzielen wie Tombouctou, Gao oder Agadez zurückkehren.? Wie lang wird die Rallye sein?Zwischen 7000 und 8000 Kilometer. Am 4. Januar 1997 geht´s in Dakar los, am 12. ist Ruhetag in Agadez, am 19. sind wir wieder in Dakar zurück.?Das heißt, für die Starter ist im Vergleich zu den letzten Jahren jede Menge Sand in Sicht.Ja. Wir werden den Fahrern einen anstrengenden Parcours mit kurvenreichen Pisten präsentieren. Die Schwierigkeiten werden sich mit der Dauer der Rallye steigern. Wer Dakar zum zweiten Mal sehen will, muß sich das verdienen.?Ihr neues Dakar-Motto heißt: Zurück zu den Anfängen. Betrifft das nur die Wahl der Route?Nein. Wir werden zum Beispiel auch den Service einschränken. Nur etwa alle drei Tage kommen die Fahrer an ihre Ersatzteilkisten im Flugzeug heran.Bildtext:Rallye-Chef Auriol präsentierte in München die neue Dakar
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Superbike-WM in Monza/I (Archivversion) - Der wilde Süden

Wie gewonnen, so zerronnen, dürfte die Devise für John Kocinski beim Superbike-WM-Lauf in Monza gelautet haben. War es in Hockheim der Amerikaner, der durch das Sturzpech der anderen an die WM-Spitze gespült worden war, kassierte er in Monza durch Sturz sowie Motorschaden zwei Nuller und ist auf den vierten WM-Platz zurückgerutscht.An der Spitze rauften sich im ersten Rennen Weltmeister Carl Fogarty, Pole-Mann Pierfrancesco Chili, der genial gestartete Kirk McCarthy auf der neuen Suzuki, Troy Corser, Piergiorgio Bontempi und Aaron Slight. Schließlich setzten sich Corser, Chili, Slight und Fogarty vom Feld ab. In der letzten Runde übernahm Corser das Zepter, doch auf der hinteren Geraden zogen Fogarty und Slight an ihm vorbei, und aus der letzten Kurve heraus sog sich der bis dahin unauffällig agierende Yamaha-Pilot Colin Edwards durch die Windschatten von Corser und Chili auf den dritten Podestplatz.Im zweiten Lauf waren es erneut Fogarty, Slight, Corser und Chili, die sich vorn absetzten. In der letzten Runde sah es zunächst so aus, als hätte abermals Fogarty seine Kräfte am besten für den Schlußspurt aufgehoben, doch Chili wiederholte sein Meisterstück aus dem Vorjahr, beschleunigte am besten aus der letzten Kurve heraus und zog an Slight und Fogarty vorbei. Die drei gingen Seite an Seite über den Zielstrich, Chili ganze sieben Tausendstel vor Slight. Die 40 000 Fans feierten ihren Helden Chili, daß der königliche Park in seinen Grundfesten erzitterte.Aus der Pro Superbike waren Jochen Schmid, Christer Lindholm und Brian Morrison angereist. Lindholm wurde im ersten Lauf nach einem Windschatten-Duell mit Morrison Zehnter und im zweiten Rennen 14. Morrison wurde hier Zwölfter. Jochen Schmid blieb im ersten Lauf der undankbare 16. Platz, im zweiten Lauf gab er mit Gabel-Problemen auf.Ergebnisse:1. Lauf: 1. Carl Fogarty (GB) Honda, 18 Runden in 32:30,739 (= 191,669 km/h); 2. Aaron Slight (NZ) Honda, 3. Colin Edwards (USA) Yamaha, 4. Pierfrancesco Chili (I) Ducati, 5. Troy Corser (AUS) Ducati, 6. Neil Hodgson (GB) Ducati, 7. James Whitham (GB) Yamaha, 8. Kirk McKarthy (NZ) Suzuki, 9. Simon Crafar (NZ) Kawasaki, 10. Christer Lindholm (S) Ducati.2. Lauf: 1. Chili, 32:38,008 (= 190,957 km/h); 2. Slight, 3. Fogarty, 4. Corser, 5. Edwards, 6. Whitham, 7. John Reynolds (GB) Suzuki, 8. McKarthy, 9. Hodgson, 10. Antony Gobert (AUS) Kawasaki.Schnellster Runde: Chili in 1:47,224 (= 193,725 km/h)

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