Superbike-WM Misano/I (Archivversion)

Neue RegelnKeine KitbikesDie für 2001 geplante Regel, nur noch Tuningkits für die Superbike-Rennmaschinen zuzulassen, die in einer Mindeststückzahl von 30 gebaut werden müssen und höchstens 45000 US-Dollar kosten dürfen, wurde wieder fallengelassen. »Das offizielle FIM-Papier sagt zwar, dass die Regel nur auf 2002 verschoben worden ist«, so Kawasaki-Teamchef Harald Eckl, »aber ich gehe davon aus, dass die Idee vom Tisch ist.«Superstock-EMKatja fantasticaDie Fans waren aus dem Häuschen, als ausgrechnet im Macholand Italien mit Katja Poensgen eine Frau ein immerhin zur Europameisterschaft zählendes Rennen anführte. Dass es der Suzuki-Fahrerin am Ende nur zum zweiten Platz hinter dem Italiener Fabio Capriotti auf Yamaha reichte, trübte die Champagnerlaune des Sensationsteams keineswegs. In der Tabelle der Superstock-EM rückte Katja Poensgen damit auf Rang fünf vor.Gespann-WeltcupWieder WebboAuch in Misano war im Gespann-Weltcup-Rennen kein Kraut gewachsen gegen Titelverteidiger Steve Webster/Paul Woodhead. Mit sieben Sekunden Vorsrung auf Klaffenböck/Hänni gewann die Steinhausen-Suzuki-Crew überlegen. Die Teamkollegen Jörg Steinhausen/Christian Parzer wurden diesmal nur Fünfte.Bimota fehltePleitegeierDas nur zehn Kilometer von der Rennstrecke entfernt liegende Bimota-Werk musste wegen akuter Geldsorgen auf den Start in Misano verzichten. »Prinz Malik Adul Ibrahim ist ein verlogener Mistkerl«, beschrieb Teamchef Virginio Ferrari seinen vermeintlichen Gönner. »Er hat sich in einem Vertrag mit uns verpflichtet, entweder Sponsoren zu bringen oder das Budget mit eigenem Geld abzusichern. Beides ist nicht passiert.« Angebliche Sponsoren wie Levis Jeans oder die Zigarettenmarke West, die kürzlich beim Yamaha-Werksteam eingestiegen ist, waren offenbar nie ernsthaft mit Malik geschweige denn Ferrari oder Bimota in Verbindung getreten. Und da unabhänigig vom Racing Team und den Machenschaften des nigerianischen Hochstaplerprinzen auch Bimota selbst in höchsten finanziellen Schwierigkeiten ist, steht die Zukunft von Virginio Ferrari, Fahrer Anthony Gobert und auch Cheftechniker Franco Farné in den Sternen. Eine Schließung der Firma noch in diesem Monat wird von Insidern der italienischen Motorradindustrie als höchstwahrscheinlich angesehen.

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