Superbike-WM Silverstone/GB (Archivversion) Fifty Fifty

Als halbwegs gelungen darf das
Comeback von Max Neukirchner in der Superbike-WM bezeichnet werden. Nach seiner unfreiwilligen Pause in Monza – er hatte sich zuvor in Valencia bei einem Sturz den rechten Daumen gebrochen – konnte der Sachse in Silverstone mit einer Karbonschiene an der Hand wieder starten.
Gefahren wurde allerdings nicht auf dem traditionsreichen Hochgeschwindigkeitskurs, sondern auf einer verwinkelten 3,5-Kilometer-Micky-Maus-Bahn. Dies kam Neukirchners Daumen nicht gerade entgegen, dennoch holte er im ersten Rennen einen respektablen siebten Rang, nur zwei Plätze hinter seinem gesünderen Teamkollegen Pierfrancesco Chili. Der Sieg ging an Ducati-Werksfahrer Régis Laconi vor WM-Spitzenreiter Troy Corser (Suzuki) und Titelverteidiger James Toseland (Ducati).
Laconi stürzte im zweiten Rennen in der zweiten Runde und zwang damit auch den Spanier José-Luis Cardoso zu Boden. Im Heck seiner Yamaha R1 verfing sich ausgerechnet das Vorderrad von Neukirchners Fireblade. Vom 23. und allerletzten Platz kam Max nur noch bis auf Rang 18 nach vorn – null Punkte. Weltmeister Toseland wurde zum überraschend kampfstarken Heimsieger vor Corser und Yamaha-Publikumsheld Noriyuki Haga.
Im Supersport-WM-Rennen konnte Yamaha-Deutschland-Fahrer Kevin Curtain erstmals die Schlagdistanz zu Sieger Sébastien Charpentier auf Ten-Kate-Honda einigermaßen halten. mtr

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