Superbike-WM-Tests in Valencia/E (Archivversion) NeuStart

Überlegene Bestzeit für Troy Corser auf der Suzuki GSX-R 1000 – die Ergebnisse der dreitägigen Testfahrten Mitte November in Valencia vermitteln einen
Vorgeschmack darauf, was die Superbike-Weltmeisterschaft 2005 zu bieten haben wird. Da sich praktisch alle japanischen Hersteller im kommenden Jahr wieder mehr oder weniger offiziell beteiligen, galt den Piloten der Fernost-Vierzylinder besondere Aufmerksamkeit. Mit drei Teams und einem halben Dutzend Fahrer stellte Kawasaki die stärkste Mannschaft, gefolgt von drei einfach besetzten Yamaha-Teams und den beiden Ten-Kate-Honda-Piloten. Suzuki war mit nur einem Mann angetreten, aber der ließ aufhorchen.
Troy Corser, der nach drei qualvollen Jahren bei Ex-Weltmeister Carl Fogarty und dessen Dreizylinderprojekt Petronas FP1 das Handtuch geworfen hat, scheuchte die GSX-R 1000, Jahrgang 2004, mit so viel Spaß um den Kurs, dass er an allen drei Tagen die Bestzeit erzielte. Selbst zwei kleine Stürze konnten seinen Tatendrang nicht bremsen: »Wenn man bedenkt, dass ich seit 1997 erstmals wieder auf einem Vierzylinder sitze, ist das doch ganz okay«, grinste Corser. Den beiden Ducati-Werksfahrern, Weltmeister James Toseland und Vize Régis Laconi, nahm er mehr als eine halbe Sekunde ab.
Hinter den Ducati reihte sich David Checa auf der Yamaha YZF-R1 des aus dem Langstrecken- ins Superbike-Fahrerlager gewechselten GMT-Teams ein, noch vor Sébastien Gimbert, dem Piloten der offiziellen französischen Yamaha-Truppe. Während Carl Muggeridge, bei Ten-Kate-Honda als amtierender Supersport-Weltmeister ins Superbike-Team aufgestiegen, auf dem Niveau der Yamaha-Konkurrenz mithalten konnte, ließ das Kawasaki-Aufgebot Spitzenzeiten vermissen: Pere Riba fehlten zwei Sekunden auf Corser.
Carl Fogartys Petronas-Team war mit zwei neuen Fahrern angereist: Steve Martin und Garry McCoy. Ein Sturz am dritten Tag, der ihm einen einwöchigen Hospitalaufenthalt einbrachte, verhinderte Großtaten McCoys. Immerhin konnte Martin die Kawasaki-Meute in Schach halten. Chris Vermeulen drehte auf der zweiten Ten-Kate-Honda nur am ersten Tag wenige Runden, weil ihm eine Handgelenkverletzung noch Probleme bereitet. abs

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