Supermoto der Nationen (Archivversion) Bergfest

Gerade mal vier Wochen ist es her, als mit Lance Armstrong und Co. die Helden der Landstraße auf zwei Rädern in das 1800 Meter hoch gelegene L’Alpe d’Huez hin-aufschnauften. Einen Monat später gehörte der Wintersportort erneut den Zweiradsportlern. Den Supermoto-Cracks, um genauer zu sein. Der Anlass: das Supermoto der
Nationen. Das Prinzip: Die besten drei Fahrer aus 16 Ländern kämpfen in drei Läufen um den Mannschafts-
Titel dieser Disziplin.
Schade nur, dass sich die Ausrichter des zeitgleich stattfindenden Extremsportfestivals X-Games in San Francisco wenig um den europäischen
Terminkalender kümmern und mit Boris Chambon, Thierry van den Bosch,
Eddy Seel und Jürgen Künzel gegen harte Dollars die Allerbesten der Branche verpflichtet hatten.
Sei’s drum, die Hackordnung im internationalen Drifter-Business blieb auch beim Treffen des sportlichen Fußvolks erhalten. Italien löste – vor allem durch
den formidablen Doppelsieg des 21-jährigen Ivan Lazzarini – Vorjahressieger Frankreich ab. Belgien hangelte sich mit einem gelungenen Endspurt auf Platz drei, auf dem bei der Erstausgabe des Nationen-Supermoto im vergangenen Jahr
bravourös das deutsche Team gelandet war. Ohne den Deutschen Meister Jürgen Künzel buchte die schwarz-rot-goldene Abordnung dieses Mal nur wenige
Top-Ränge. Routinier Harald Ott beschied sich mit den Plätzen 14 und 13, der
20-jährige Youngster Alex Blößl holte sich ein plattes Hinterrad und Position 17. Zum Held des Tages avancierte dafür Bernd Hiemer. Der 21-Jährige bewies mit zwei grandios erkämpften zweiten Rängen wieder einmal, dass er den Sprung
zur Weltklasse in dieser Disziplin endgültig geschafft hat und verhalf mit diesen Resultaten der deutschen Equipe zu Platz fünf. pma

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