Supermoto-WM in Lleida/E (Archivversion) Doppelsieg

Zwei Zylinder sind besser als einer – das galt zumindest für den Supermoto-WM-Lauf von Spanien, der auf der neuen Piste in Alcarras bei Lleida im Hinterland von Barcelona ausgetragen wurde. »Normalerweise liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Supermoto-GP bei 60 bis 70 km/h«, berichtete der deutsche Weltmeister Bernd Hiemer, »aber dort waren es mehr als 100 km/h.« Kein Wunder, dass Aprilia-Werksfahrer Thierry van den Bosch auf der Zweizylinder-SXV 4.5 zu zwei unangefochtenen Siegen kam, jeweils vor seinem Teamkollegen Jerome Giraudo.
KTM-Werkspilot Hiemer war auf der 600 Meter langen Geraden gegen die Aprilia klar im Nachteil. »Die Strecke ist Wahnsinn, mehr MotoGP als Supermoto«, stellte er fest. Platz vier im ersten und Rang fünf im zweiten Rennen waren seine Ausbeute, wobei er im Duell mit dem französischen Honda-Piloten Kevin Berthome zwei Mal den Kürzeren zog. In der WM-Tabelle führt der französische Husqvarna-Pilot Adrien Chareyre, der mit einem fünften und einem dritten Platz jedoch seinen Vorsprung auf van den Bosch bis auf einen mageren Punkt einbüßte.
Hiemer, derzeit auf Rang sechs in der Tabelle, sieht gute Chancen, noch unter die ersten drei vorzurücken. »Wir hatten zu Beginn der Saison mit dem neuen Motorrad und dem neuen Team Probleme – das habe ich unterschätzt. Aber jetzt haben wir uns zusammengerauft und sollten mit den Aprilia gleichauf sein.« Persönliche Verbesserungsmöglichkeiten sieht er im Offroad-Bereich: »Da darf ich nicht mehr so viel Zeit verlieren, daran arbeite ich gerade fleißig.«
Am Wochenende vom 6. bis 8. Juli gastieren Hiemer & Co. beim deutschen WM-Lauf in St. Wendel. Alle Infos zur Veranstaltung unter www.supermoto-wm.de. Abs

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