Supersport-WM (Archivversion) Elferrat

Wie sonst beim Fahrradrennen Mailand–San Remo ging es im Rennen zur Supersport-WM in Monza. Bis zu elf Fahrer rangelten in einem völlig unübersichtlichen Windschattenzug an der Spitze des Felds um die idealen Plätze für das grande Finale in der magischen Parabolica in der letzten Runde. Die beiden Yamaha-Fahrer Jamie Whitham und Jörg Teuchert, obwohl nie ganz vorn im Führungselfer, sahen am lockersten aus und schienen die besten Karten zu haben für die anarchische Schlussoffensive.Aber dann kam alles ganz anders. Ausgerechnet Paolo Casoli auf seiner Werks-Ducati, der mit großem Abstand die meiste Führungsarbeit geleistet hatte, brachte mit einer formidablen Abwehrleistung die Spitzenposition auch ins Ziel. Jamie Whitham bestätigte im Ziel, dass er selbst sicher war, den Sieg zu holen. »Die Taktik war fast schon aufgegangen. Ich war eingangs der Parabolica an zweiter Stelle und habe extrem spät gebremst«, erinnerte sich der Brite, »aber da hatte Casoli die Finger immer noch nicht am Hebel. Unglaublich, dass er überhaupt noch um die Ecke rumgekommen ist.«Jörg Teuchert und seine Alpha-Technik-Yamaha waren zum Finale leider nicht mehr in der allerersten Reihe. »Im zweiten Renndrittel sind mir einige Kameraden sehr unkonventionell vors Vorderrad gefahren. Und ab da habe ich wohl instinktiv ein bisschen zurückgesteckt.« Teuchert wurde Siebter, sein Teamkollege Christian Kellner, in Monza vielleicht ein klein wenig mutiger, fuhr vier Zehntelsekunden früher als Fünfter über die Linie.

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