Supersport-WM (Archivversion)

Große Fehler - kleine Fehler

Supersport-Weltmeister wird, wer die wenigsten Fehler macht – wenn es nach dieser Binsenweisheit geht, müsste der neue Champion Christian Kellner heißen. Der 28-jährige Alpha-Technik-Yamaha-Fahrer hat zwar wie sein Teamkollege und WM-Tabellenführer Jörg Teuchert in Brands Hatch gepatzt. Kellner stürzte im freien Samstagstraining und prellte sich die komplette linke Körperseite. Aber als Sechster konnte er den Schaden begrenzen und ist sonst noch nicht mit selbst verschuldeten Eskapaden aufgefallen.Teuchert musste dagegen nach Sturz im Zeittraining mit gebrochenem Schlüsselbein vorzeitig die Heimreise antreten. Zum nächsten Rennen in Assen wird er dennoch als WM-Spitzenreiter anreisen, weil die Konkurrenz wenig Konstanz zeigt. Jamie Whithams Belgarda-Yamaha lag wenige Runden vor Schluss im Dreck – schon der dritte Nuller in Folge. Titelverteidiger Stéphane Chambon musste nach dem Schlüsselbeinbruch in Misano in Valencia pausieren und wurde mit seiner Werks-Suzuki in Brands Hatch nur Achter.Lediglich Ducati-Held Paolo Casoli überspielt seine Fauxpas mit mediterraner Eleganz. Der Italiener stürzte zwar in Sugo und Valenica, lässt den Nullrunden aber auch unwiderstehliche Siege folgen, wie zum Beispiel in Brands Hatch.
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