Supersport-WM/Supersport-1000-EM in Monza/I (Archivversion) Neue Gegner für Honda

Wie bei den Superbikes brachte
auch das Supersport-WM-Rennen in Monza völlig neue Gegner für das
unschlagbar scheinende Spitzenteam ins Spiel. Die beiden Ten-Kate-Honda-CBR-600-Fahrer Sébastien Charpentier und
Katsuaki Fujiwara mussten sich plötzlich mit Gianni Nannelli auf der Semi-Werks-Ducati-749R des SC-Caracchi-Teams auseinander setzen. Nannelli, der in Monza
neben seinem angestammten Supersport-Rennen als Vertretung des verletzten Lorenzo Lanzi beide Superbike-Rennen bestritt, mischte das französisch/japanische Spitzen-Duo in Blau ganz gewaltig auf.
Erst in den letzten Runden musste der Italiener, sehr zum Ärger der gut 45000 Zuschauer, seinen offensichtlich nachlassenden Reifen Tribut zollen, während speziell Fujiwara mal wieder von seinem extrem weichen und materialschonenden Fahrstil profitieren konnte und noch Reserven hatte. In der allerletzten Kurve des Rennens, der endlos erscheinenden Parabolica-Rechtskurve, überlistete der Japaner WM-Tabellenführer Charpentier und machte
auf diese Weise wertvolle Punkte im Team-internen Weltmeisterschaftskampf gut.
Yamaha-Deutschland-Fahrer Kevin Curtain konnte zwar gegenüber dem letzten Rennen in Valencia den Gesamtrückstand auf die siegreiche Ten-Kate-Honda von
26 auf acht Sekunden reduzieren. Doch während er in Spanien noch Rang drei belegt hatte, kam er in Italien nur als Fünfter an der Zielflagge vorbei.
Für die trotzdem sehr gute Stimmung bei Yamaha Deutschland sorgte wie schon in Valencia Kenan Sofuoglu. Der junge
Türke zeigte in der Superstock-1000-EM ein sensationell cooles und abgezocktes Rennen von der Spitze aus, das er dann auch noch mit einem Sieg gegen den
pausenlos angreifenden Lokalmatador und Markenkollegen Massimo Roccoli krönte. Sofuoglu führt die EM nach zwei Rennen mit der Idealpunktzahl 50 an. mtr

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