Suzuki-GSX-R-European-Cup (Archivversion) Euro-vier

Zusammen mit dem deutschen Suzuki-Importeur suchte MOTORRAD beim Ausscheidungsfinale auf dem Pannoniaring die vier deutschen Fahrer für den European-GSX-R-Cup 2008.

Die Latte hing ziemlich hoch auf dem Pannoniaring in Ungarn. Für die 13 Auserwählten aus den über 160 Bewerbern, die sich auf die Ausschreibung zum Suzuki-GSX-R-European-Cup in MOTORRAD 21/2007 gemeldet hatten, ging es schließlich um die Nachfolge von Dominic Lammert, der zusammen mit Oliver Skach und Florian Kresse, die deutsche GSX-R-Cup-Natinalmannschaft 2007, den Cup immerhin gewonnen hatte. Sechs Rennen im Rahmen der Superbike-WM, bei denen den Fahrern nur die eigenen Reisespesen als Kosten entstehen; Motorräder und Ausrüstung werden gestellt – diese traumhaften Bedingungen galten für Lammert und gelten auch für den Cup 2008.
Weniger traumhaft war, dass ein Regen­sturm sich erst am Morgen allmählich aufgelöst und eine nasse Fahrbahn hinter­lassen hatte. Im Laufe des Tages, an dem für die Finalisten insgesamt eine Stunde und 40 Minuten reine Fahrzeit auf Original-Cupmaschinen vom Typ Suzuki GSX-R 750 angesetzt waren, aufgeteilt in zwei Gruppen und jeweils vier Sitzungen, trocknete die Strecke zwar langsam ab. Das machte die Sache aber nicht einfacher. Der vierköpfigen Jury aus Suzuki-Direktor Bert Poensgen, seinem Sportchef Thomas Hannecke, Suzuki-IDM-Superbiker Andreas Meklau sowie einem MOTORRAD-Redakteur rauchten schon bald die Köpfe.
Denn die Rundenzeiten und auch die sonstigen Eindrücke der Fahrer wie etwa Sicherheit und Konstanz der Linienwahl wurden mit jedem Turn besser, sodass es nur sehr schwer möglich war, die Leistungen einzelner Fahrer direkt zu vergleichen. Vor allem, wenn die Kandidaten in unterschiedlichen Gruppen und damit nicht gleichzeitig auf der Strecke waren.
So war die Jury-Sitzung am späten Nachmittag mindestens genauso spannend wie das Fahren unter den trickreichen Bedingungen in den Stunden davor und führte letztlich zu einem unerwarteten Ergebnis. Drei der vier Euro-Cupper für 2008 waren schnell gefunden. Sie zeigten über den gesamten wechselhaften Tag starke Vorstellungen, waren in den Zeitenlisten wie auch in den kritischen Augen der be­obachtenden Juroren immer ganz vorn dabei. Timo Gieseler, 2007 im Superstock-1000-FIM-Cup unterwegs, Florian Kresse, bereits 2007 im Cup dabei, und Lars Reichelt, bisher mit aufsteigender Form in der IDM-Supersport am Start, fahren 2008 im GSX-R-Cup.
Zwei andere aber mussten, wie die Jury, nachsitzen. Aufgrund der unkonstanten Verhältnisse waren die Leistungen der beiden IDM-Supersport-Fahrer Tobias Tett­weiler und Kevin Wahr kaum zu unterscheiden. Das entscheidende Stechen der beiden 18-Jährigen am Morgen danach ent­schied Tettweiler knapp für sich und komplettiert so das deutsche National-Quartett im European-GSX-R-Cup 2008.

Vorläufige Termine
Datum Ort
06.April Valenica/E
11. Mai Monza/I
21. Juni Misano/I
07. September Donington Park/GB
05. Oktober Magny-Cours/F
noch offen Rennen in Deutschland

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