Technik Bitubo-Federbein (Archivversion) Vierte Dimension

In frisch erbauten Räumlichkeiten präsentierte die italienische Federbeinschmiede Bitubo einen High-Tech-Stoßdämpfer, der dank revolutionärer Technik neue Maßstäbe setzen soll.

Der Federbeinspezialist Bitubo erweitert seine Produktpalette im High-End-Bereich. Das Einzigartige am neuen, von Alpha-Technik nach Deutschland importierten Federbein: eine im High- und Lowspeedbereich getrennt einstellbare Zug- und Druckstufendämpfung. Zur Erklärung: Mit Lowspeed wird die Geschwindigkeit der Kolbenstange relativ zum Dämpfergehäuse von 0 bis ca. 0,4 m/s bezeichnet, mit Highspeed die von 0,4 bis zirka 4 m/s. Immerhin 1800 Mark soll das Ende 1998 für die meisten Sportmotorräder -voraussichtlich mit ABE - lieferbare Prunkstück kosten, das vor allem supersportlich orientierte Kunden sucht.Seine Qualitäten beweist ein Prototyp des Federbeins bereits in den Renn-Suzukis des Alpha-Technik-Teams, wo man von der perfekten Abstimmbarkeit und dem einfachen Service schwärmt. Vorzüge, die in der neuartigen und patentierten Konstruktion des Dämpfers wurzeln.In üblichen Stoßdämpfern regelt ein Mix aus Platten- (Highspeed) und Nadel- oder Bleedventilen (Lowspeed) den Öldurchfluß und somit die Dämpfungscharakteristik. Nadelventile lassen sich zwar durch Auf- oder Zudrehen von außen regulieren, weisen aber unerwünschterweise eine stets progressive Kennlinie auf, die je nach Nadelstellung flach oder steil verläuft. Mit einem Plattenventil läßt sich dagegen jede gewünschte Kennlinie (z. B. progressiv-degressiv-progressiv) erreichen. Die Abstimmung des Federplättchen-Pakets (Shim-Paket) erfordert aber zumeist die komplette Dämpferdemontage.Das neue High-End-Federbein von Bitubo vereint die Vorteile beider Techniken. Es dämpft in Zug- und Druckstufe mit zweistufigen Plattenventilen (siehe Abbildung). Je nach Einfeder- und damit Durchflußgeschwindigkeit strömt das Dämpferöl zunächst durch die weich ansprechende Lowspeedstufe, bei höherer Geschwindigkeit zusätzlich durch die Highspeedstufe, die kräftiger Widerstand leistet. Der Ölfluß durch die Shims ist unabhängig voneinander in beiden Stufen mittels Vorspannung von außen regelbar.Zudem verursacht die massive Kolbenstange (20 Millimeter Durchmesser) beim Einfedern einen großen Volumenstrom, der sich für eine sensible Druckstufendämpfung nutzen läßt. Gleichzeitig genügt dem Gaspolster im Huckepack-Ausgleichsbehälter ein geringer Druck, das Ansprechverhalten wird feiner.Konstruktive Finessen wie ein beschichtetes Dämpfergehäuse oder engste Fertigungstoleranzen sollen die perfekte Funktion des Prototyps auch in Serie garantieren.

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