Technik-Offensive von Yamaha (Archivversion) Technik-<br /><br /> Offensive <br /><br /> von Yamaha

Vorsprung durch Technik, ein alter Werbespruch aus der Automobil-Industrie, scheint nun die Devise von Yamaha zu sein. Elektronisch gesteuerte Drosselklappen bei der R6 sowie elektro-mechanische Kupplungs- und Getriebesteuerung bei der FJR 1300 waren offensichtlich nur der Auftakt zu einer Innovationsstrategie, wie sie die Motorrad-Branche in den letzten Jahren eher schmerzlich vermisste.
Eine Patentanmeldung von Yamaha zeigt, wie ernst es die Marke mit den drei gekreuzten Stimmgabeln im Logo mit dem Fortschritt meint. Variable Saugrohrlängen, variable Ventil-Steuerzeiten, variable Auspuffsteuerung und vieles mehr lässt sich die weltweite Nummer zwei im Motorradbau schützen.
Wobei nichts davon wirklich neu ist. Variable Saugrohrlängen beispielsweise boten sportliche Coupés aus Stuttgart-Zuffenhausen schon in den 90er Jahren. Und an die Variabilität der Steuerzeiten der aktuellen Valvetronic in BMW-Automotoren kommt selbst das neue Yamaha-System nicht heran.
Doch endlich schickt sich ein großer Motorradhersteller an, den immensen Rückstand in der Motorenentwicklung zum Automobilbereich aufzuholen. Rückstand? Ja, genau! Heutige Pkw-Motoren sind um einiges ausgetüftelter als Motorradantriebe. Strenge Abgasgesetze zwangen die Autohersteller bereits Ende der 80er Jahre dazu, sich etwas einfallen zu lassen. Und Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Viele der damaligen Lösungen
(Einspritzung, Katalysator) sorgen heute bei Motorradmotoren
im Rahmen der Euro-3-Norm für niedrige Schadstoffwerte.
Nach dieser Pflicht kann nun die Kür kommen. Hightech-Schmankerln, Realität gewordene Ingenieurskunst, Faszination des gerade noch Machbaren. Also all das, was uns Motorradfahrer schon immer bewegte. Let’s go!

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