Testkriterien

Bei allen Tests wird darauf geachtet, dass die äußeren Umstände, also Temperatur, Streckenzustand und die Tankfüllmenge, so weit wie irgend möglich gleich sind. Die beiden ersten Reifensätze, die am Morgen gefahren wurden, kommen am selben Tag nach Testende und meist höheren Asphalt- und Lufttemperaturen nochmals in einen verkürzten Testumlauf.

Folgende Kriterien werden zur Gesamtbeurteilung herangezogen:

Handlichkeit*:
benötigte Lenkkraft, um die Maschine in Schräglage zu bringen oder in Schräglage beziehungsweise auf der gewünschten Linie zu halten.

Lenkpräzision*:
wird in unterschiedlich schnellen Kurven auf Landstraßen und einem Handlingkurs getestet und gibt Auskunft darüber, ob das Motorrad dem gewünschten Kurs, der über Lenkkräfte vorgegeben wird, folgt oder ob die Linie korrigiert werden muss.

Haftung/Kurven*:
Seitenführung in Schräglage auf nasser und trockener Fahrbahn, getestet wird auf einer abgesperrten und gesicherten Strecke.

Haftung/Beschleunigung in Kurven*:
Seitenführung und Kraftübertragung in unterschiedlich schnellen Kurven, ebenfalls bei Nässe und Trockenheit.

Kurvenstabilität*:
Fahrstabilität bei schneller Kurvenfahrt, in Wechselkurven und bei Bodenwellen.

Grenzbereichsverhalten*:
gibt Auskunft über die Beherrschbarkeit des Reifens im Grenzbereich der Haftung auf nasser und trockener Strecke.

Aufstellneigung:
ein mehr oder weniger starkes Lenkmoment beim Bremsen in Schräglage, welches das Motorrad aufrichten will und durch eine Gegenkraft am Lenker ausgeglichen werden muss.

Lenkerflattern (Shimmy):
mehr oder weniger starke Drehschwingung der Vorderradaufhängung um die Lenkachse im Geschwindigkeitsbereich
zwischen 60 und 90 km/h.


*Eine Übertragbarkeit der Testergebnisse auf andere Motorräder mit ähnlichen Fahrwerksdaten wie bei der Kawasaki ZRX 1200 R ist bei den mit Stern gekennzeichneten Kriterien mit kleinen Abweichungen, in den anderen Kriterien bedingt möglich.

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