Tipps (Archivversion) Problemlösungen

Man kann eine schwächelnde Bremsanlage teuer aufrüsten, oft liegt es aber nur an Kleinigkeiten. Hier einige Tipps zur Fehleranalyse.

Wieviel Aufmerksamkeit die Motorradfahrer ihrer Maschine widmen, ist unterschiedlich. Manch einer hört stets die Flöhe husten und nervt wegen jedem Zündaussetzer den Händler. Der andere fährt, bis sich das Problem von alleine löst - sei es durch einen kapitalen Schaden. Die letztgenannte Strategie kann im Falle eines Fehlers an der Bremsanlage unangenehme Folgen haben, der ungewollte Ausflug in die Wiese ist bei ausfallender Bremse noch die harmloseste Variante. Selbst versierte Fahrer wissen Bremsprobleme häufig nicht eindeutig einzuordnen, die nebenstehende Tabelle gibt eine Übersicht typischer Symptome, deren möglicher Ursachen und Maßnahmen zur Abhilfe oder Verbesserung. Wer nicht gerade mit zwei linken Händen geboren ist, kann sich oft den Weg zum Händler sparen und Defekte selbst beheben. Tätigkeiten wie Belagwechsel, Entlüften oder der Austausch von Leitungen sind kein Hexenwerk, das kann sich unter kundiger Anleitung auch ein Gelegenheitsschrauber zutrauen. Trotzdem sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen: Unsachgemäße Basteleien an der Bremse können Leib und Leben gefährden, also sich im Zweifelsfall an die Werkstatt wenden. Doch auch wer mit Basteln und Schrauben gar nichts am Hut hat, sollte zwiischen den Inspektionen gelegentlich einen prüfenden Blick auf Bremsbeläge und – flüssigkeit werfen, etwas Pflege hier und da gehören zur selbstverständlichen Sorgfaltspflicht. Echte, spontan auftretende Defekte sind bei modernen Maschinen eher die Ausnahme, meistens ist schlicht und einfach Verschleiß die Ursache für nötige Reparaturen. Die Beläge müssen regelmäßig ersetzt, die Bremsflüssigkeit sollte einmal jährlich getauscht werden, auch die Bremsscheiben haben kein ewiges Leben. Arbeitet die renovierte und intakte Anlage nicht zufriedenstellend, hilft nur noch Tuning. Das fängt mit preisgünstigen Teilen wie Zubehörbelägen oder stahlummantelten Leitungen an, dem Aufwand sind kaum Grenzen gesetzt. Drei dicke Zangen am Hinterrad wie an der abgebildeten Vmax sind jedoch pure Geldverschwendung. Aber manchem ist der Showeffekt offensichtlich den Preis wert.

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