Titanventile (Archivversion) BikeTech aktuell

Lange sind Ventile aus Titanlegierungen ausschließlich im Rennsport eingesetzt worden. Nun kommen Bauteile aus dem leichten Werkstoff auch bei käuflichen Motorrädern wie der Yamaha-Superbikebasis R7 oder den Viertakt-Crossern YZ 250 F und YZ 426 F zum Einsatz.

Vorteile: Titan ist 36 Prozent leichter als Stahl. Deshalb kann man mit Titanventilen das Drehzahllimit steigern oder die Steuerzeiten schärfer auslegen. Beides nutzen Motorentechniker zur Leistungssteigerung. Noch eine Möglichkeit: Bei gleicher Maximaldrehzahl finden weichere Ventilfedern Verwendung. Dadurch reduziert sich die Belastung der Bauteile des Ventiltriebs. Nachteile: Titan ist im Vergleich zu Stahl extrem teuer und schwer zu bearbeiten. Es hat schlechtere Gleiteigenschaften und erfordert deshalb eine spezielle Oberflächenbehandlung. In puncto Dauerhaltbarkeit ist Titan heikler, was man durch Legierungen in den Griff bekommt. Der leichte Werkstoff ist jedoch extrem teuer, weshalb er wohl nie in die Großserie Einzug halten wird. Verwendung von Titan: Das Metall wird hauptsächlich für Schrauben und Bolzen benutzt und lässt sich wie Aluminium eloxieren.

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