Tödliche Unfälle (Archivversion) Schwarzer Freitag

Die TT 1996 wurde bereits in der Trainingswoche von tödlichen Unfällen überschattet. Aaron Kennedy, 26, war am Montag bei über 200 km/h aus dem Seitenwagen herausgeschleudert worden.Auch der Freitag begann tragisch: Der zehnfache neuseeländische Meister Robert Holden (37) knallte mit seiner Ducati 916 bei Glen Helen in eine Mauer. Laut Zeugen hatte Holden bei Tempo 140 aus nicht geklärtem Grund plötzlich scharf gebremst, war von der Ideallinie abgekommen und hatte mit dem Vorderrad den Bordstein berührt. Trotz eines sofortigen Luftröhrenschnittes verstarb er noch an der Unfallstelle. Der Vorjahressieger der Singles TT galt als erfahrener Pilot. 1994 erreichte er den sechsten Platz in der Langstrecken-WM. Wenig später verunglückte Mick Lofthouse,28, mit seiner 250er Yamaha. Er galt als Favorit für die Ultra Lightweight TT der 125er. Zwei Tage zuvor hatte Lofthouse mit 177 km/h einen inoffiziellen Rundenrekord in dieser Klasse erzielt. Joey Dunlop fürchtete den jungen Briten so sehr, daß er statt der gewohnten Startnummer drei die 18 wählte, um nicht vor seinem Konkurrenten starten zu müssen. Lofthouse wurde nach Zeugenaussagen in dem Top-Speed-Abschnitt vor Milntown von der tiefstehenden Sonne geblendet. Er richtete sich kurz auf, was zu heftigen Fahrwerksunruhen seiner Yamaha geführt haben muß. Auch er touchierte den Bordstein, wurde vom Motorrad geschleudert und verlor dabei den Sturzhelm. Wenig später erlag er seinen schweren Kopfverletzungen.Im selben Abschnitt starb in der zweiten Runde des Formula One- Rennens der Engländer Steve Tannock,39, auf einer Honda RC 30.

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