Tödlicher Unfall: Motorrad kollidiert mit Auto Stuttgarter Polizeipräsident stirbt bei Motorradunfall

Stuttgarts Polizeipräsident Thomas Züfle (57) ist am 16. Juni 2013 gegen 17 Uhr bei einem Motorradunfall im Schwarzwald ums Leben gekommen.

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Foto: Polizeipräsidium Stuttgart

Stuttgarts Polizeipräsident Thomas Züfle (57) bei Motorradunfall getötet

Thomas Züfle war seit Jahrzehnten ein begeisterter Motorradfahrer. Sei Amt als Polizeipräsident ließ ihm wenig Zeit, doch wann immer er konnte, pflegte er dieses Hobby, besaß auch eine klassische NSU OSL 351.

Der Unfall ereignete sich, als Thomas Züfle mit seiner Yamaha XJR 1300 zwischen Sulz am Eck und Jettingen (Landkreis Calw) mit einem Toyota Rav4 kollidierte, der in die Gegenrichtung fuhr und nach links abbiegen wollte. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen übersah er den herannahenden Motorradfahrer, nahm ihm die Vorfahrt und verletzte ihn tödlich.

Thomas Züfles Ehefrau, die ihm ebenfalls auf einem Motorrad folgte, musste das Geschehen mit ansehen, erlitt einen schweren Schock, konnte jedoch noch rechtzeitig bremsen. Der 65-jährige Autofahrer blieb unverletzt, seine 66-jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat gegen den Toyota-Fahrer Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen.

Thomas Züfle wurde 2011 als Nachfolger von Siegfried Stumpf ins Amt des Stuttgarter Polizeipräsidenten berufen. Zuvor bekleidete er dasselbe Amt in Tübingen, davor führte er die "Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift" von Zoll und Polizei. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ließ er als Einsatzleiter am Stuttgarter Schlossplatz 500 randalierende Hooligans aus England festnehmen, die im Begriff standen, maßgeblichen Schaden anzurichten. Im Landesinnenministerium war er mit islamistischen Terrorismus befasst, in Kabul/Afghanistan leistete er Unterstützung beim Aufbau der lokalen Polizei.

Er war weit über das Regierungspräsidium Stuttgart hinaus für seine ausgleichende, unaufgeregte und freundliche Art bekannt und maßgeblich für die Deeskalation des Geschehens rund um den Bahnhofsumbau "Stuttgart 21" verantwortlich. Wohl auch aufgrund seiner Lebenserfahrung betonte er immer wieder, dass es hier schließlich "nur um einen Bahnhof" gehe.

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