Topspeed

Für eine Messung der Höchstgeschwindigkeit braucht man gute drei Kilometer Vollgas im letzten Gang auf gerader, ebener Bahn. Bei sehr schnellen Maschinen oft noch länger. Da reichen nicht mal die Geraden der Rennstrecken hier zu Lande aus. Und selbst auf deutschen Autobahnen sind solche Fahrten kaum noch möglich, die Höchstgeschwindigkeit wird somit immer mehr zu einer theoretischen Größe. Und das süditalienische Nardò mit seiner 12,6 Kilometer langen Kreisbahn ist 1890 Kilometer von der Redaktion MOTORRAD entfernt, da geht man nicht mal eben eine Vmax ermitteln.

Ein Vergleich der gemessenen Höchstgeschwindigkeiten aus drei Jahren mit den im Kfz-Schein angegebenen Homologationswerten – nicht zu verwechseln mit Herstellerangaben – hat ergeben, dass die Werte nur bei zwei Prozent aller Motorräder um mehr als zwei Prozent voneinander abweichen. Kurz: Was im Schein steht, stimmt in aller Regel. Deshalb ermittelt MOTORRAD inzwischen nicht mehr bei jeder Testmaschine den Topspeed, prüft aber stichprobenartig nach. Zum Beispiel bei der BMW K 1200 S, die tatsächliche 278 km/h läuft. Im Schein stehen 280. Wer merkt den Unterschied?

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