Trial-WM in Gefrees/D (Archivversion) Weltmeister Raga

Mit einem Doppelsieg beim vorletzten Lauf der Trial-Weltmeisterschaft 2005 in Gefrees machte Adam Raga alles klar: Der junge spanische Gas-Gas-Pilot sicherte sich seinen ersten Weltmeistertitel und entthronte damit Takahisa Fujinami, der 2004 als erster japanischer Fahrer Trial-Champion geworden war und dafür vom Sportministerium seiner Heimat zum »Sportsmann des Jahres« gekürt wurde.
Raga und Fujinami, die vor dem Wettkampf beide noch Chancen auf den Titel hatten, zeigten sich in der ersten Sektion des eher traditionell gesteckten Parcours extrem nervös. Raga gelang es besser, sich zu konzentrieren, er beendete den
ersten Wettkampftag als knapper Sieger vor seinem Landsmann Marc Freixa auf Montesa. »Keine schlechte Leistung«, erklärte Raga, »mit dem Sieg habe ich wirklich nicht gerechnet, weil ich diese Art von Sektionen nicht besonders mag. Doch neben dem Sieg war natürlich auch das Abschneiden der Konkurrenz wichtig.« Damit
meinte er Honda-Werksfahrer Fujinami, der einen enttäuschenden achten Platz
belegte: »Eine Katastrophe für mich und das Team. Ich kann mir nicht erklären,
warum ich meine Anspannung nicht in den Griff bekommen habe.«
Am zweiten Tag kam Fujinami besser in Fahrt: Es reichte für Platz drei, wobei
er aber beinahe doppelt so viele Fehlerpunkte kassierte wie der überragende Adam Raga, der mit dem zweiten Sieg des Wochenendes auch den WM-Titel gewann. »Die Erfüllung eines Jugendtraums«, strahlte Raga, »allerdings auch eine Erlösung. Die ganze Sommerpause über habe ich trainiert, während meine Kumpels Partys feierten und ihre Ferien genießen konnten.«
Takahisa Fujinami muss nun sogar um den Vizetitel fürchten. Zwar liegt er mit 205 WM-Punkten auf Platz zwei der Tabelle, doch Montesa-Pilot Doug Lampkin sowie Sherco-Fahrer Albert Cabestany folgen mit 201 und 199 Zählern dichtauf. abs

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