Überhitzung Heizgriffe (Archivversion)

Überhitzung
Heizgriffe
Auf der Bedienungsanlei-
tung meiner Saito-Heizgriffe steht, dass nur kurz auf volle Heizleistung gestellt werden sollte. Warum?
Andreas Winkelmann, Techniker
bei Louis in Hamburg, www.louis.de:
Heizgriffe sind meist sehr einfache Konstruktionen, bei denen lediglich der Strom und nicht die Temperatur, etwa über einen eigenen Thermostat, geregelt wird. Folglich erwärmen sich die Griffe und der Schalter je nach Außenbedingungen unterschiedlich stark.
Unsere Saito-2-Heizgriffe haben sich zum Beispiel bei voller Heizleistung von 40 Watt während eines Tests innerhalb unserer Werkshalle bei Raumtemperatur nach rund 20 Minuten im Stand auf gemessene 93 Grad Celsius aufgeheizt. Bei einer längeren Einschaltzeit ohne kühlenden Fahrtwind oder ohne sehr kalte Außentemperaturen wäre das für den Schalter sicherlich nicht besonders gesund, er könnte auf Dauer wegen einer elektrischen Überlastung überhitzen und kaputtgehen. Außerdem sind zu heiße Griffgummis nicht angenehm an den Händen. Deshalb der Hinweis
in unserer Bedienungsanleitung, die volle Heizleistung, speziell im Stand, nur wenige Minuten abzurufen. Außerdem sind Kurzfahrten mit auf höchster Stufe eingeschalteten Heizgriffen nicht empfehlenswert, denn insbesondere schwächere Lichtmaschinen an kleineren Motorrädern sind dann mit den Griffen als zusätzliche Abnehmer unter Umständen überfordert. Folge: Nach einiger Zeit wäre die Batterie entladen. Unsere Heizgriffe sind für Motorräder mit einer Bordspannung von zwölf
Volt und einer Batteriekapazität von mindestens sechs Amperestunden geeignet. Bei längeren Fahrten im Winter ohne viele Stopps sehe ich hingegen kaum eine Gefahr, dass die Griffe überhitzen, auch nicht auf höchster Stufe.

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