Übersetzung (Archivversion)

Wie viel darf man prozentual an der Sekundärübersetzung des Motorrads ändern (länger oder kürzer), ohne den Umbau eintragen zu müssen?
Dipl.-Ing. Wolfgang Löscher,
Leiter Dekra Automobil Test Center
www.dekra.de
Prinzipiell gibt es keinerlei Möglichkeit, die Sekundärübersetzung an einem Motorrad nachträglich zu ändern, ohne diese Änderung abnehmen
beziehungsweise begutachten zu lassen und in die Fahrzeugpapiere einzutragen. Grund für diese sehr einschränkende Vorgabe ist der Umstand, dass durch eine solche augenscheinlich ganz einfache und überschaubare Änderung der Sekundärübersetzung mehrere vorgeschriebene Eigenschaften des Motorrads beeinflusst werden. Dabei geht es zunächst schlicht darum, dass die geänderte Sekundärübersetzung so nicht in der Genehmigung beschrieben ist. Und im weiteren
stehen Veränderungen bei Höchstgeschwindigkeit, Abgas- und Geräuschverhalten im Raum. Ob alle diese genannten Punkte
tatsächlich in unzulässiger Weise, also über festgelegte Toleranzen hinaus beeinflusst werden, kann natürlich pauschal nicht
gesagt werden. Das ist dann Inhalt der vorgeschriebenen Begutachtung bezüglich der geänderten Sekundärübersetzung und
findet bei positivem Abschluss seinen Niederschlag in einer
Berichtigung der Fahrzeugpapiere.

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