Umfrage (Archivversion) Ihre Meinung

Der Einzylinder-Motor der BMW G 650 Xcountry wird in China hergestellt (Umfrage aus MOTORRAD 4/2008). Okay oder k.o. für BMW?

Thomas Hildebrecht, Worms
Ich kann nur den Kopf schütteln. Die Firma, in der ich arbeite, hat ebenfalls Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert. Dort werden die Manager auch bald ihre Kunden suchen müssen, weil in Deutschland kein Geld mehr verdient wird. Meinen Plan, eine F 800 GS zu kaufen, habe ich wegen der Unsicherheit meines Arbeitsplatzes verschoben. Sollte diese BMW später mal großteils in China gebaut werden, gehe ich wohl eher zu KTM. Auch in Deutschland lässt sich günstig produ­zieren, daran sollte man arbeiten.

Manfred Degen, Beimerstetten
Quo vadis BMW? Dein Weg führt in die Sackgasse, zumindest für das deutsche Publikum. Bedenklich ist, dass meine Freunde der gleichen Meinung sind: Müssten wir ein neues Motorrad kaufen, wüssten wir nicht, ob es eine BMW wäre. Und wir fahren alle BMW.

Udo Schneider, Hanau
K.o. – zumindest für die G 650 Xcountry. Solange ich es mir leisten kann, werde ich bei meinem privaten Konsum verstärkt darauf achten, dass die Produktion und sonstige Wertschöpfung in der EU, am besten in Deutschland, erfolgen. Das ist mein persönlicher Kampf gegen die Auswüchse der Globalisierung, besser gesagt gegen die hemmungslose Gewinnmaximierung unter anderem auf Kosten unserer Arbeitsplätze.

Christian Klippel, Würzburg
Know-how-Verlust und Weitergabe von Insiderwissen drohen. Das wissen die Jungs von BMW natürlich auch, doch sind sie Sklaven scharf kalkulierender Spitzenmanager und hungriger Aktionäre. Die sollten sich aber nicht wundern, wenn wir in drei Jahren für 4999 Euro eine CMW (Chinesische Motoren Werke) beim Brilliance-Händler um die Ecke kaufen können.

Eberhard Jüngert, Stuttgart
Wenn sich BMW nicht mehr zum Standort Deutschland bekennt, sehe ich auch nicht ein, mich weiterhin zu den Produkten zu bekennen. Arbeitsplätze und Kaufkraft werden zerstört, also dürfen die Oberen nicht erwarten, dass wir deren überteuerte Produkte weiterhin aus Loyalität kaufen.

Ralf Thomä, Weitramsdorf
Bisher haben uns Hersteller von »Premium-Produkten« erzählt, man könne keine »Mercedes-Qualität« zum »Hyundai-Preis« produzieren. Jetzt scheint das möglich. Herzlichen Glückwunsch, BMW! Wir können ja schon mal die Uhr stellen, wann in Spandau die ersten Lichter ausgehen. Auch BMW-Bekleidung wird seit Jahren in Nah- und Fernost produziert. Ein Händler erzählte mir, dass es von BMW sogar die interne Info gab, die entsprechenden »Made in ...«-Labels aus der Ware zu trennen. Die sollten sich was schämen!

Friedl Jost, Zweibrücken
Wer als Kunde diesen Weg mitgeht, ist selbst schuld. Ich bin davon abgekommen, eine BMW als Zweitfahrzeug zu kaufen. (auch keine Triumph aus Thailand).

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel