Unser Beitrag zur IFMA: Volksmotorrad 2000 (Archivversion) Unser Beitrag zur IFMA: Volks-Motorrad 2000

Kaum zu glauben, aber es sind nur noch zwei Wochen bis zur IFMA in Köln, der größten Zweirad-Messe der Welt. »Eins, zwei, drei - im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit!« Vor hundert Jahren reimte Wilhelm Busch diese Zeilen angesichts wachsender Hektik in einem Deutschland, das sich zu industrialisieren begann. Beim heutigen Tempo würde es dem zeichnenden und dichtenden Niedersachsen mit dem Schlapphut wohl den Atem verschlagen.So wie uns in der MOTORRAD-Redaktion angesichts der zu erwartenden Flut wirklich neuer Zweirad-Modelle, von denen wir in diesem Heft weitere Kostproben bieten: mit dem ersten wirklichen Test der neuen Supersportlerin von Honda, der CBR 1100 XX, und mit dem ersten Fahrbericht des Kawasaki-Einsteiger-Bikes ER-5. Alle Marken werden Neues präsentieren. Uns reicht das IFMA-Menü dennoch nicht aus. Wir werden wie schon vor vier Jahren eine eigene Kreation präsentieren: die Road Star 535.Warum? Nun, weil wir mit vielem, was uns an Neuigkeiten angepriesen wird, nicht zufrieden sind. Wir sind immer noch auf der Suche nach dem im besten Sinn des Wortes genialen »Volksmotorrad 2000«. Dem Quantensprung in die Zukunft sozusagen - schön, praktisch, preisgünstig, gut. Ich kann überhaupt nicht akzeptieren, daß uns die Autoindustrie heute vormacht, wie man verkaufsträchtige Volksautos baut, die toll aussehen, sparsam sind, einen Kat und ein gutes Fahrwerk haben und obendrein noch durch tausend Verstellmöglichkeiten für jeden Fahrer - ob 1,50 oder 1,80 Meter groß - passend eingestellt werden können.Mit Werner »Mini« Koch haben wir ein Motorrad-Urgestein in der Redaktion. Daß er Hummeln im Hintern hat, macht ihn manchmal anstrengend - aber oft auch genial. Die Road Star 535 ist sein Werk und natürlich das seiner vielen lieben Helfer. Sie ist unser praktischer Beitrag für ein Stück Motorrad-Zukunft, frei nach unserem Motto: Wir können nicht nur schwätzen und schreiben, sondern selbst auch richtig gute Motorräder bauen.Sehr gern erinnere ich mich an jenen Sonntag morgen vor drei Wochen. Mein erster Ausritt auf der noch fast jungfräulichen Road Star - plötzlich kein Sprit mehr auf der Autobahn Weinsberg-Nürnberg. Ein freundlicher Kollege hatte den Hahn schon auf Reserve geschaltet. Ein Polizeiauto stoppt. Mist, denke ich. Ohne Sprit auf der Autobahn, das kostet. Denkste. Die beiden Polizisten entpuppten sich als Freundlichmänner höchster Güte mit nur einem Interesse: Was ist das für ein tolles Motorrad, das Sie da haben? Und ich mußte erzählen, erzählen. Dann gab’s obendrein noch Sprit und ein »gute Fahrt« - das war’s. Wahre Schönheiten verbinden. Viel Spaß bei der Lektüre ab Seite 8 dieser Ausgabe.Ihr

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