Uvex Boss 515 (Archivversion) Einstieg in die Boss-Klasse

Günstig, leicht und made in Germany. Womit gefällt der neue Integralhelm sonst noch?

Foto: Frank Ratering





Die Bezeichnung ist umständlich: „Komfort-Monomatik-Kinnriemenschloss“. Die Bedienung ist es nicht. Ganz mühelos und ohne jede Fummelei lässt sich der Kinnriemen des 1400 Gramm leichten Boss 515 mit Hilfe des links außen angebrachten Verschlusses sehr komfortabel justieren. Gegenüber konventionellen Druckverschlüssen bringt die Mechanik mit dem komischen Namen klare Handlingvorteile. Angenehm beim Aufsetzen ist auch das Innenfuttermaterial. Die längere Testfahrt unter praller kalifornischer Sonne offenbarte jedoch, dass über die Einlässe an Kinn und Helmoberseite zu wenig Luft ins Innere strömt. Und durch Öffnen des Visiers gelingt eine dosierte Frischluftzufuhr nur bedingt: Die Rasterung der leicht getönten Scheibe fällt viel zu grob aus. Und trotz Beschichtung beschlägt das Visier. Der Helm sitzt insgesamt gut straff, drückt aber etwas an den Ohren. Auf der Habenseite: Der 515 ist relativ leise und liegt ruhig im Wind.



Fazit: Wohltuend firlefanzfrei und unauf- geregt zeigt sich der nur einfarbig erhält- liche Uvex Boss 515. Die Verarbeitungsqua- lität geht voll in Ordnung, die Kinnriemen- Mechanik überzeugt. Trotz beworbener Empfehlung für Brillenträger: Ein Einfädeln des Gestells gelingt kaum bis gar nicht.

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