VDS-Unfalluntersuchung (Archivversion) Zwei Drittel ohne Schuld

BU

Dr. Alexander Sporner vom Büro für Kfz-Technik hat eine Studie über Pkw/Motorradkollisionen vorgestellt

Zwei Drittel aller Unfälle mit Personenschäden, bei denen Motorräder beteiligt sind, gehen auf das Schuldkonto der Autofahrer. Das sind etwa 15 000 Crashs pro Jahr, für die die Biker nichts können. Um diese Unfälle hat sich nun in einer Studie das Büro für Kfz-Technik unter Dr. Alexander Sporner für den Verband der Schadensversicherer gekümmert. Dr. Sporner: »Wir haben 506 von Motorradfahrern nicht verschuldete Unfälle mit Verletzungsfolge untersucht. Ich sehe das Ergebnis insofern positiv, als durch geeignete Schulungen und daraus resultierendes Verhalten davon etwa ein Drittel vermieden werden können.« Dr. Sporner hat sieben Hauptunfalltypen analysiert und daraus Verhaltensempfehlungen entwickelt. »Über 50 Prozent aller unverschuldeten Unfälle ereignen sich im Bereich von Kreuzungen und Einmündungen. Die Aussage vieler Autofahrer, der Motorradfahrer sei zu schnell gewesen, hat sich nicht bestätigt. Vielmehr ist so gut wie ausschließlich das Phänomen des Nicht-Gesehen-Werdens für den Unfall maßgeblich.« Die Erkenntnisse der Studie sollen dem Gesetzgeber und den Fahrlehrerverbänden nahegebracht werden, damit sie in den Fahrschulunterricht einfließen können.

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