VdS-Untersuchung über Pkw/Motorrad-Unfälle (Archivversion) Unfall

In Fall vier der vom Büro für Kfz-Technik des Verbandes der Schadensversicherer betrachteten Unfallsituation kollidiert der Biker mit einem wendenden Pkw. Neun Prozent der untersuchten Unfälle mit Verletzungsfolge beim Motorradfahrer ereigneten sich auf diese Weise. Dabei wäre diese Art von Unfall relativ leicht zu vermeiden. Denn fast immer kann das Geschehen für den Biker recht leicht vorausgesehen werden. Die später wendenden Autos stehen nämlich in den meisten Fällen in einer Parkbucht, an einer Bußhaltestelle, dort, wo ein breiter Standstreifen ist oder an einer sonstwie verbreiterten Stelle, oder sie stehen quer in einer Einmündung einer untergeordneten Straße, die einen größeren Wendekreis möglich macht. Oft sind die Vorderräder stark nach links eingeschlagen. Gefährlich hierbei: Machmal ist der Blinker nach rechts gesetzt, was nicht bedeutet, daß der Pkw nicht doch im nächsten Augenblick links herum zu wenden beginnt. Ein weiteres Indiz ist ein Kennzeichen des Pkw aus einer anderen Gegend, der Fahrer könnte also ortsfremd sein. In allen Fällen sollten jedenfalls beim Biker die Alarmglocken klingeln, er sollte die Geschwindigkeit reduzieren und bremsbereit sein.In einer zweiten, selteneren Situatuion fährt vor dem Motorradfahrer noch ein weiteres Auto, das der Biker gerade überholen will. Der wendende Pkw konzentriert sich nur auf das andere Auto, der Biker wird gänzlich übersehen. Fast immer reduziert der vor dem Motorradfahrer rollende Wagen seine Geschwindigkeit, was der Biker als Aufforderung zum Überholen mißdeutet.

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