Versicherungstarife 2000 (Archivversion) Check«s noch einmal, Sam

Es tut sich wenig auf dem Versicherungsmarkt. Die Beiträge bleiben stabil und einschneidende Veränderungen wie der Typentarif in der Schublade. Motorradfahrer, die einen guten Deal machen wollen, sollten sich deshalb genau informieren und lieber zweimal rechnen. Oder rechnen lassen. Vom MOTORRAD-Partner WHM.

Hayabusa stopfte das Sommerloch. 300 km/h – igitt, igitt. Miese Presse für die Biker, längst Sorg geglaubte Vorurteile stumpf wieder aufgekocht. Kühlen Kopf behielten dagegen die Mathematiker in den Rechenstuben der Assekuranzen: keine gravierenden Tarifaufschläge geplant. Mit Motorradfahrern kommen die Versicherer voll auf ihre Kosten. Weswegen man sie ungern zur Konkurrenz entfleuchen sieht. »Die von Ihnen ausgesprochene Kündigung weisen wir zurück«, erhielt Wolfgang Katzmaier aus Oberndorf Bescheid. Und kam tatsächlich aus seinem Vertrag nicht raus. Weil er sein Motorrad im Herbst abgemeldet hatte. Denn obwohl der Versicherungsschutz ruht, verlängert sich der Vertrag automatisch um die Dauer der Stilllegung. Was, so Klaus Brandenstein vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV), »allgemein üblich ist. Steht in den Versicherungsbedingungen«. Dem leidigen Kleingedruckten (siehe Kasten Seite 54).Ob sich’s überhaupt lohnt, die Gesellschaft zu wechseln, zeigt ein Blick auf die Tabellen (rechts) mit den billigsten und teuersten Angeboten. Sollte die eigene Versicherung dabei übel abschneiden, hilft’s mitunter, ihr die besseren Angebote der Mitbewerber unter die Nase zu halten. Denn selbst Assekuranzen werden aus Erfahrung klug. Insbesondere jene, die vor Jahr und Tag mit günstigen Tarifen auf Kundenfang gingen, diese Schnäppchen ihrer treuen Klientel jedoch nur auf besondere Nachfrage zukommen ließen. Die war deswegen sauer. Und das mit Recht. Leichte Tarifsteigerungen stehen für 2000 lediglich für Kräder bis zehn und 17 PS an. Einsteiger haben’s eben schwer. Sportfahrer mit ihren Rennhobeln bleiben – der Hayabusa-Hysterie zum Possen - außen vor. Auch weil der »Typentarif«, den die Württembergische Versicherung eingeführt hat, keine Nachahmer fand. Der sieht beispielsweise vor, Tourenfahrern weniger abzuknöpfen als Bikern, die auf CBR, ZX-R, GSX-R, YZF-R oder Duc dem Knieschleifer-Wesen frönen. »Die Arbeit, verschiedene Motorräder gleicher Leistung gesondert einzustufen, lohnt nicht«, tönt’s unisono aus der Branche. Anders als im Autobereich, wo viel genauer differenziert wird, rechnet sich’s, alle Kradler über einen Kamm zu scheren.Wer dabei nicht zu viel Haar verlieren und ohne größeren Aufwand an die günstigsten Tarife rankommen möchte, kann diese Arbeit delegieren. Indem er die von MOTORRAD fürs Versicherungsjahr 1999 erstmals geschaltete Service-Nummer wählt (siehe Kasten rechts). Die Spezialisten von der WHW Wirtschaftsanalayen GmbH am anderen Ende der Leitung rechnen individuell für jeden Biker die optimalen Prämien aus. Ist nicht umsonst – kostet 2, 42 Mark pro Beratungsminute -, aber das Geld, das dabei gespart wird, dürfte für so manche Tankfüllung extra reichen.

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