Vertragsverhandlungen in Japan (Archivversion) Doohan bleibt

Michael Doohan würde beim nächsten Grand Prix in England ein sechster Platz zum vierten Titel reichen. Seine Gegner sollten sich trotzdem keine Hoffnungen auf eine Spazierfahrt machen. Denn Mick Doohan fährt weniger um Weltmeisterschaften als vielmehr für sich selbst, getrieben von der Suche nach absoluter Perfektion und der endgültigen Bewältigung seiner traumatischen Beinverletzung von 1992. Doohan sprüht vor Tatendrang, seit er seinen Motor vom Big Bang-Prinzip auf die aggressivere alte Zündfolge umrüsten ließ. Er quält sich bei stundenlangem täglichem Konditionstraining, lebt hauptsächlich von Wasser und Pasta mit gargekochtem Gemüse ohne Sauce. Daß er nun zum Wohl des Sports auf eine unterlegene Marke wechseln soll, die weniger investiert als er selbst, sieht er nicht ein. Nach dem Rio-Grand Prix jettete er deshalb zu Vertragsverhandlungen nach Japan. Cheftechniker Jerry Burgess ließ es bereits durchsickern: Doohan fährt auch 1998 für Honda.

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