Viertakt-Zukunft der 250er-Klasse (Archivversion)

Um die Viertakt-Zukunft der 250er-Klasse wird heftig gestritten.

Die Grand-Prix-Kommission der Dorna hat Vorschläge für das Reglement einer neuen Viertaktklasse vorgelegt, welche die 250er-Kategorie ab 2010 ersetzen soll. Darin ist von 600 cm3 Hubraum und drei Gewichtsklassen (Ein- und Zweizylinder­maschinen, Dreizylinder, Vierzylinder) die Rede. Um die Kosten einzudämmen, sind teure Materialien und Herstellungsmethoden verboten, ebenso Pneumatikventile oder variable Steuerzeiten. Die Drehzahl wird begrenzt, für die Sechsganggetriebe soll nur eine beschränkte Anzahl an Abstufungen zur Verfügung stehen. Außerdem wird der Durchmesser des Ansaugtrakts festgelegt und der zulässige Typ der Einspritzdüsen. Getankt werden darf nur handels-übliches Normalbenzin. »Völlig inakzeptabel«, kommentiert KTM-Konstrukteur Harald Bartol, weil derartige Serienbau-Zwitter keinen Prototypen-Charakter hätten. Eine vollwertige Protoypen-Kategorie mit 500er-Zweizylin-dern passe eher zur MotoGP-Klasse und sei keineswegs teurer als solche 600er – eine Meinung, die interessanterweise auch Honda vertritt. Dennoch werden einige dieser 600er in den kommenden Monaten von Kenny Roberts und von Luis d’Antin gefertigt als Vorboten der neuen Formel, die vielleicht schon 2008 im Rahmen der spanischen Meisterschaft ihre Feuertaufe erleben soll. fk

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