Vorschau TT Isle of Man 1997 (Archivversion) Heiliger Boden

TT-Rekordsieger Joey Dunlop erklärte sie einfach zur Lieblingsinsel, und vielen Fans bedeutet die Isle of Man sogar noch mehr...

Aber wie kommt man da hin? Was ist geboten? Wo sind die besten Plätze am 60,7 Kilometer langen Montain Course? Und was kostet der Spaß?Fragen, die selbst die beste aller MOTORRAD-Sekretärinnen, Fräulein Steffie Stark, nicht immer beantworten kann. Bei ihr rufen derzeit pausenlos hilfesuchende Leser an, die anscheinend alle reif für die Insel sind. Sicheres Zeichen dafür, daß der Run auf das TT-Festival auch 1997, dem 90sten Jubiläum, unverändert anhält. Pünktlich zu den Rennen auf die Man zu gelangen, das ist wirklich nicht so einfach. Aber noch schwieriger wird es sein, nach Abschluß der TT wieder eine passende Fährverbindung zurück nach England und danach auf den Kontinent zu erhalten. Die Fähre vor Ort zu buchen verlangt starke Nerven, und auch wer sich telefonisch vormerken läßt, muß vorab schon mal 20 Pfund anzahlen. Bis Ende Februar 1997 verlangt die Steam Packet dann die komplette Zahlung der Hin- und Rückfahrt.Henrik Ose vom deutschen TT-Supporters Club (TTSC) geht davon aus, daß der 7. Juni, also der Tag nach der abschließenden Senior-TT, jetzt schon restlos überbucht ist. Ose bietet jedem seine freundliche und kostenlose Hilfe beim Inseltrip an - allerdings nur für Mitglieder. Aber vielleicht kann auch Isle of Man Travel (siehe Kasten Seite 47) noch den einen oder anderen TT-Traum verwirklichen.Wer mehr auf Gruppenfeeling steht, für den halten das MOTORRAD ACTION TEAM und Edelweiß Bike Travel noch Plätze auf geführten Touren parat.Wer Fähre und Unterkunft ergattert hat, auf den warten bei der Jubliäums-TT interessante Rennen und Typen. Allen voran Sir Joey Dunlop: Der rüstige Mittvierziger Dunlop läßt seinen Pub im nordirischen Ballymoney mal wieder Pub sein. Wahrscheinlich schwingt sich der TT-Rekordsieger (21 Siege) beim Senior-Rennen sogar in den Sattel eines 500er Honda V2-Zweitakters. Eine weitere TT-Legende soll nach zwei Jahren Abstinenz auf einer Red Bull-Ducati sein Comeback feiern: Steve Hislop. Für den in Onchan direkt neben der Rennstrecke lebenden »Hizzy« steht noch immer die schnellste je auf dem TT-Kurs gefahrenen Runde zu Buche: Im Training der TT 1991 benötigte er 18.12,2 Minuten (=124,36 mph oder 199,99 km/h). Und beim Augen- und Ohrenschmaus erster Klasse, der Lap of Honour für Veteranen, soll sich sogar Giaccomo Agostini höchstselbst mit einer MV Augusta auf eine Runde um den Kurs begeben.

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