Wagner, Jochen: Porträt (Archivversion) Die Guzzi-Rennsemmel

Jochen Wagners straßentaugliche HSM-BOT-Maschine

»Bei 40 000 Mark habe ich aufgehört zu zählen. Das habe ich seelisch nicht mehr verkraftet.« Jochen Wagner verguckte sich in eine HSM-BOT-Moto Guzzi. Mit ungeahnten finanziellen Folgen. Vorbild für den Eigenbau des Pfarrers war das Teil, das Karl Stelling bis Anfang der 90er Jahre in der deutschen Battle of Twin-Serie fuhr. Für Jochen Wagners Guzzi besorgte Karl Stelling den Zentralrohrrahmen und fuhr das Bike 1990 über den TÜV. Seitdem bastelten viele Freunde und Mechaniker daran, drehten und frästen. »Letztlich ist sie nie fertig«, sagt Wagner. Der Le Mans IV-Motor ist von Grüter & Gut im schweizerischen Ballwil auf ehrliche 90 PS getunt worden. Ein von der Firma Stefan Tusche Rennsportschalldämpfer handgefertigter Auspuff, unterstützt von offenen 40er Dellorto-Vergasern, produziert den Sound. Laut Wagner martialisches Gebrüll. Von Ducati stammen Lenker, Vorderradkotflügel und Scheinwerfer, die Bremsen von Brembo. Und die Halbschalenverkleidung paßt einer Honda RC 30. Einiges ist speziell angefertigt worden wie Federbein (White Power), Elektrik (Thomas Reese). Vollgetankt wiegt der Donnerbolzen 190 Kilogramm. Wagner: »Das ist ein Tier aus Metall. Fahren ist Kampf.“

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