Waldi-Comeback mit toller Aufholjagd (Archivversion) Rossi in Eile

Valentino Rossi feierte in Jerez den ersten Saisonsieg, Ralf Waldmann nach schwachem Start die ersten WM-Punkte.

Wie eilig es der überlegene Jerez-Sieger auf dem Weg zum Zielstrich hatte, zeigte sich auf der Ehrenrunde: Statt ausgiebig mit den Fans zu feiern, lehnte Valentino Rossi seine Werks-Aprilia sachte an die Mauer, hüpfte über die Streckenbegrenzung und verschwand erst einmal in einer Toilette. »Ich hatte schon ab Rennmitte ein dringendes Bedürfnis«, entschuldigte sich der Italiener bei seinen verdutzten Fans. Auf dem Weg zur Tabellenspitze stehen Rossi nur noch die in Jerez zweit- und drittplaziertenHonda-Stars Ukawa und Capirossi im Weg. Denn das bisher so erfolgreiche Tech 3-Yamaha-Team wurde völlig aufgerieben: Nach dem schweren Trainingssturz von Olivier Jacque kam auch Teamkollege Shinya Nakano nur acht Runden weit, bevor er an zweiter Stelle liegend wegen einer gebrochenen Einlaßmembran ausschied.Ralf Waldmann hätte bei seinem Comeback nach gebrochenem Handgelenk ordentlich Punkte gutmachen können, doch die heimtückische Werks-Aprilia spielte ihm den nächsten Streich. »Am Vorstart habe ich alles versucht, den Motor richtig freizubrennen, beim Losfahren lief er trotzdem nur auf einem Zylinder. In der ersten Runde ging der Motor drei, viermal aus, und ich hatte Angst, mir würde jemand hintendrauf fahren. Es war haaargenau das Gleiche wie bei Jürgen Fuchs im letzten Jahr«, schilderte Waldmann. Als die Maschine endlich richtig lief, startete er eine verwegene Aufholjagd und wurde noch gefeierter Sechster.

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