Wann Versicherungen Nutzungsausfall zahlen (Archivversion)

Äußerst selten

Dirk S. hat Pech gehabt. Ein Autofahrer rammte seine Yamaha, die Vmax ist Schrott. Aber die gegnerische Versicherung will partout keine Entschädigung für den Nutzungsausfall zahlen. Obwohl der Biker völlig schuldlos an dem Unfall ist und auf ein Leihmotorrad verzichtet hat. Der Grund: Dirk S. besitzt noch einen Pkw. Mit dem kann er jederzeit rumkutschieren. So argumentiert nicht nur die Versicherung, diverse Gerichtsurteile bestätigen diese Einschränkung. Für den Ausfall bekommt erst mal derjenige Geld, der auf sein Motorrad ständig angewiesen ist. Kaum Anspruch auf Entschädigung haben dagegen Motorradfahrer, die ihre Maschine nur in der Freizeit oder beim Sport bewegen. Überhaupt in Betracht kommt das finanzielle Trostpflaster dann nur für die Tage, an denen der Biker sein Zweirad nutzen würde, etwa am Wochenende. Auch wenn der Motorradfahrer im Krankenhaus liegt, sieht er keine Kohle. Denn er kann unmöglich währenddessen mit einem Fahrzeug rumdüsen. In der Regel handelt es sich beim Nutzungsausfall um die Dauer der Reperatur der Maschine oder im Fall eines Totalschadens um die Dauer der Wiederbeschaffung (im Schnitt etwa 14 Tage).
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