Warum nicht ein Japaner als IVM-Präsident (Archivversion) Warum nicht mal ein Japaner als IVM-Präsident

Motorradfahrer sind keine Sesselfurzer. Tumb hinterm Ofen zu hocken ist ihre Sache nicht. Am liebsten thronen sie auf ihrem Bike, tuckern oder pfeilen durch die Landschaft. Genießen Motor, Fahrwerk, Bremsen. Die Verschmelzung von Mensch und Maschine. Kann man dieser Spezies ein profumes Kreuzworträtsel zumuten, wie es die Postillen Bunte, Für Sie oder Freundin regelmäßig ihrer Mutti-Leserschaft präsentieren? Immer wieder wird in der MOTORRAD-Redaktion diese Frage diskutiert, wenn der Wettbewerb »Kennerspiel« ansteht. Manche Kollegen spitzen dann sichtbar die Lippen zum ätzend-bösen Wort: Kinderkram. Ich gestehe, daß ich das MOTORRAD-Kennerspiel nicht nur erfunden habe, sondern es auch immer noch liebe. Und jedes Jahr aufs neue gespannt darauf bin, wieviel Fragen ich selbst ohne nachzuschlagen beantworten kann - wie viele Leser ihre Lösung dann tatsächlich auch einschicken. Nun, im vergangenen Jahr haben immerhin 62 444 Leser mitgemacht. Und das ist wahrlich ein stolzes Ergebnis. Also auch diesmal viel Spaß beim großen MOTORRAD-Kennerspiel ab Seite 42 dieser Ausgabe. Fortsetzung folgt dann im nächsten Heft. Diesmal winken besonders tolle Preise - siehe unten. Zwei Dinge liegen mir zudem noch besonders am Herzen.Erstens: Im letzten Heft präsentierte MOTORRAD kurz die neue Kawasaki ER 5. In diesem Heft gibt es weltexklusiv den ersten Fahrbericht der neuen Yamaha Drag Star 650, die später mal - bei erfolgreichem Verkauf - die schon legendäre XV 535 ablösen könnte, auch wenn Yamaha dies heute dementiert. Ich finde gut, daß alle Hersteller in ihrer Produktpalette für die nächste Saison nicht nur nach oben gewaltig aufrüsten, sondern auch das untere Segment nicht vernachlässigen. Denn die Prognose sei gewagt, daß sich vor allem bei Maschinen zwischen 8000 und 12 000 Mark die Verkaufsmusik der kommenden Jahre abspielen dürfte. Frei nach dem Motto: Ich fahre gerne Motorrad, auch wenn Vater Staat mir immer tiefer in die Tasche greift. Aber ich will mir auch noch andere Dinge im Leben leisten können. Zum zweiten, und diesmal wird’s kritisch: Nach beinahe atemlos-hektischen Wechseln auf dem Chefstuhl der Abteilung Motorrad bei BMW sollte sich der Industrieverband Motorrad (IVM) mal Gedanken machen, ob wirklich immer nur ein Deutscher Präsident sein muß. Seit der Gründung vor sechs Jahren räumt jetzt als dritter BMW-Mann Walter Hasselkus den IVM-Präsidentenstuhl, um weiter Autokarriere zu machen. Auch bei Verbänden heißt Qualität letztlich auch Kontinuität in der Führung. Wie wäre es mal mit einem deutschen Spitzenmanager eines Japan-Importeurs als IVM-Chef? Kompetente Kollegen hat es auch da. Es grüßt Sie herzlichstIhr

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