Wechselkennzeichen: Reportage und Info zu Alternativen (Archivversion)

Die drei Alternativen zur regulären Zulassung

Oldtimer-KennzeichenNutzen:Das Oldtimer-Kennzeichen (mit einem »H« für »historisch« als Schlussbuchstabe) ist das ganze Jahr über gültig. Das Fahrzeug kann »ganz normal« bewegt werden.Eine Kombination mit dem Saisonkennzeichen ist nicht möglich.Eine Hauptuntersuchung wird wie üblich fällig – für Auto und Motorrad in der Regel also alle zwei Jahre.Der Jahressteuersatz liegt bei 46 Euro für Motorräder und 191 Euro für alle anderen Fahrzeuge. Um Steuern zu sparen, kann das Kraftfahrzeug vorübergehend stillgelegt werden.Kriterien:Mindestens 30 Jahre muss das Fahrzeug alt sein, damit es das Oldtimer-Kennzeichen bekommt – zudem muss es der »Pflege des Kfz-technischen Kulturguts« dienen.Es besteht Zulassungspflicht (§18 StVZO).Es muss eine gültige Betriebserlaubnis vorliegen (§20/21/21c StVZO).Bevor der Oldtimer auf die Straße darf, muss er noch von einem amtlich anerkannten Sachverständigen auf Originalität begutachtet werden (§21c StvZO).Rotes DauerkennzeichenNutzen:Das rote Dauerkennzeichen bietet sich an, wenn das Schmuckstück vor allem für Oldtimer-Veranstaltungen genutzt werden soll – also für Korsos, Schauen, Rallyes und Clubtreffen. Normale Freizeitfahrten dürfen nicht unternommen werden.Das Kennzeichen gilt auch bei Probe-, Überführungs- oder Prüfungsfahrten oder bei einer Fahrt zur Werkstatt.Ein Motorrad kostet pro Jahr 46 Euro Steuer, andere Fahrzeuge 191 Euro.Großer Vorteil: Mehrere Fahrzeuge können sich das rote Kennzeichen teilen – eine wechselweise Verwendung für mehrere Oldies ist erlaubt.Kriterien:Mindestens 20 Jahre muss der Oldie alt sein, damit er die Chance auf ein rotes Dauerkennzeichen hat. Und er muss »Kfz-technisches Kulturgut« sein.Weder eine amtliche Zulassung noch eine gültige Betriebserlaubnis werden verlangt. Veränderungen am Fahrzeug müssen genehmigt sein. Der Halter ist zudem verpflichtet, für einen verkehrssicheren Zustand des Gefährts zu sorgen.In Zweifelsfällen kann die Kfz-Zulassungsstelle verlangen, dass der Wagen von einem Sachverständigen begutachtet wird (§21 StVZO).Eine Hauptuntersuchung ist bei rotem Dauerkennzeichen nicht vorgeschrieben, sie empfiehlt sich aber auf freiwilliger Basis, damit in Sachen Verkehrssicherheit und bei einem Unfall ein entsprechenden Nachweis vorhanden ist.SaisonkennzeichenNutzen:Wenn das Motorrad nur in den schönsten Monaten des Jahres aus der Garage geholt werden soll, dann ist das Saisonkennzeichen gut geeignet.Das Saisonkennzeichen ist nicht an ein Mindestalter des Gefährts gebunden. Während der Geltungsdauer kann das Fahrzeug nach Belieben eingesetzt werden.Während der »Betriebsruhe« gilt das Fahrzeug nicht als stillgelegt. Vorteil: Das An- und Abmelden erübrigt sich – Kostenersparnis!Die Steuerpflicht bemisst sich nach der Gültigkeit des Kennzeichens.Kriterien:Das Fahrzeug ist regulär zugelassen: Dann kann für mindestens zwei und höchstens elf Monate im Jahr ein Saisonkennzeichen beantragt werden. Zerstückeln geht aber nicht!Generell besteht Zulassungs- und Betriebserlaubnispflicht (§18 bzw. 20/21 StVZO). Ein Sachverständigen-Gutachten kann in folgenden Fällen verlangt werden: Wenn das Gefährt länger als 18 Monate abgemeldet war oder wenn eine in Deutschland gültige Betriebserlaubnis nicht existiert.Während der »Betriebsruhe« darf der Wagen oder das Motorrad nicht auf öffentlichem Grund abgestellt werden.Wenn das Fahrzeug in der »Ruhephase« verkauft wird, dann ist dies der Zulassungsstelle mitzuteilen.Trotz Betriebsruhe: Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten sind erlaubt, aber nur mit Kurzzeitkennzeichen oder rotem Kennzeichen.Die Hauptuntersuchung wird im selben Rhythmus wie bei normalen Fahrzeugen fällig. Für Auto und Motorrad in der Regel also alle zwei Jahre.Die Hauptuntersuchung fällt in die Winterpause? Dann ist sie nachzuholen, wenn das Kennzeichen wieder in Kraft tritt.Quelle: http://www.tuev-sued.de

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