Werkstatt-Test: BMW (Archivversion) Der Stoff aus dem die Träume sind ...

... ist für BMW-Fans weiß-blau. Herrschen bei den Bayern in puncto Service traumhafte Verhältnisse, oder wird der Kundendienst zum Alptraum?

Bei den früheren Werkstatt-Tests von MOTORRAD haben BMW-Niederlassungen selten enttäuscht. Das Qualitätsniveau war praktisch durchweg gut, schwarze Schafe gab es fast nie. Offensichtlich macht sich die intensive Händlerschulung der Bayern bezahlt, zudem läßt der Hersteller zur Kontrolle eigene Werkstatt-Tests durchführen. Deren Ergebnisse werden freilich nicht veröffentlich, doch so oder so verläßt sich MOTORRAD lieber auf die eigene Testreihe.Verfehlten die Bayern 1995 die Durchschnittnote »sehr gut« nur knapp, erreichen sie dieses Mal eben noch ein »gut«. Was im langjährigen Vergleich aller Marken aber immer noch eine überdurchschnittliche Zensur ist. Bei näherem Hinsehen fällt auf, daß die getesteten BMW-Autohäuser mit Zweirad-Service deutlich schlechter abschnitten als die reinen Motorrad-Händler. Mit 147 Punkten liegen die Vier-und Zweirad-Händler im Schnitt deutlich hinter den nur auf Motorräder spezialisierten Vertretungen (175 Punkte), von denen nur eine etwas abfiel. Mit 353 Mark arbeitete diese Werkstatt andererseits mit Abstand am preisgünstigsten.Ansonsten liegen die Inspektionskosten dicht beieinander. Hätte eine Werkstatt nicht zusätzlich das überflüssige Einstellen der Steuerzeiten auf die Rechnung gesetzt, lägen die Preise allesamt im Bereich zwischen 512 und 583 Mark, verglichen mit Erfahrungen aus früheren Tests erstaunlich homogen.Bei der Wahl des Testfahrzeugs - der F 650 - drängt sich noch eine spannende Frage auf: Wissen kardanverwöhnte BMW-Mechaniker, wie eine Kette gespannt wird? Klare Antwort: Jein. Exakt die Hälfte der getesteten Niederlassungen beherrschte diese einfache Arbeit, der Rest träumte wohl noch von guten, alten, sauberen Kardan-Zeiten.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote