Werkstatt-Test: Honda (Archivversion) Risiken und Nebenwirkungen ...

... sind nicht beim Gesundheitscheck in der Werkstatt nicht auszuschließen. Das zeigte auch die dritte Runde des Werkstatt-Tests.

Eigentlich sollten die kleinen Wehwehchen am Motorrad nach einer Inspektion ja behoben sein. Aber schon die letzten Werkstatt-Tests 1994 und 1996 zeigten, daß selbst grobe Mängel und Fehler übersehen werden. Ein besonders schlimmes Beispiel: Der Tester fuhr mit der gerade inspizierten Maschine vom Hof einer Werkstatt und rammte fast ein Auto, da urplötzlich die Bremsanlage versagte. Um sich ein Bild der aktuellen Lage zu machen, hat MOTORRAD die dritte Runde des Werkstatt-Tests eingeleitet. Den Anfang machen die Honda-Vertretungen.Eigens für den Test wurde auf dem freien Markt für jede Tstserie ein Gebrauchtmotorrad gängigen Typs angeschafft, in diesem Fall eine 50000 Kilometer alte Honda Transalp. An verschiedenen Orten ließen Mitarbeiter diese auf Tarnadressen zu und vereinbarten Inspektionstermine. Die Testfahrzeuge wurden bis kurz vor der Werkstatt im Lieferwagen transportiert, da sie nach der Präparierung durch einen DEKRA-Ingenieur nicht verkehrssicher waren. Dadurch erreichten sie alle Werkstätten im praktisch gleichen Zustand und mit fast identischem Kilometerstand. Die DEKRA protokollierte im Anschluß an jede Inspektion, welche Mängel von den Mechanikern gefunden und beseitigt wurden. Das Ergebnis dieser Testreihe der Honda-Werkstätten fiel durch die Bank positiv aus. Es wäre sogar noch besser gewesen, hätte nicht eine sehr nachlässig arbeitende Niederlassung den Schnitt gedrückt. Vielleicht liegt der positive Trend zu sorgfältiger Arbeit ja auch daran, daß die Händlerschaft durch die vorhergehenden MOTORRAD-Testserien sensibilisiert ist und ihren Mechanikern mehr auf die Finger klopft. So gesehen hätte der Werkstatt-Test von MOTORRAD ein wichtiges Ziel erreicht.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote