Winterfreuden der Motorradfahrer: Reportage (Archivversion) Michael – im Dienst der schnellen Lieferung

Eilige Musterdrucksachen, Videos, Datenträger jeglicher Art, Röntgenbilder – der Motorradkurier bringt alles an seinen Bestimmungsort. Michael jobbte jahrelang in der Logistikabteilung einer Spedition. »Ich wollte etwas anderes machen, aber im Transportwesen bleiben.« Seit drei Jahren arbeitet der xy-Jährige als Motorradkurier in Stuttgart und Umgebung. 200 Kilometer am Tag, fünfmal die Woche. Wetter egal, die Kunden interessiert schließlich nicht, ob es regnet oder schneit, nur schnell muss es gehen. »Die gebrauchte Yamaha XJ 650 ist meine dritte.« Michael ist zufrieden mit seinem Motorrad, auch wenn Heizgriffe fehlen. Für Aufwärmen bleibt im Terminkalender kein Platz. »Vielleicht mal kurz im warmen Foyer warten.« Der gelernte Kaufmann ((?)) hat trotzdem Spaß an seinem Job. »Auf dem Kopfsteinpflaster und den Straßenbahnschienen musst du verdammt vorsichtig fahren, sonst wird das nix mit der pünktlichen Lieferung.« Hat bei Michael bislang gut funktioniert. Konfliktsituationen mit Autofahrern kennt er nicht. »Die schauen eher mitleidig drein und machen Platz.« Anstrengend ist der Stadtverkehr trotzdem. »Eine Überlandfahrt wird dann selbst im Winter zur Erholung.“

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