Winterfreuden der Motorradfahrer: Reportage (Archivversion) Siggi – geht nicht, gibt’s nicht

Die Tage mit Siggis Ducati Monster sind vorbei. »Im Frühjahr 2001 habe ich sie verkauft, ich wollte ein individuelles Motorrad.« Eine Harley, Eigenbau, sollte es sein. Um sich ein Bild von ihrer zukünftigen Traummaschine zu machen, visitierte sie eifrig Treffen und studierte emsig Zeitschriften und Kataloge. Fred, der Fachmann an ihrer Seite, zündet sich bereits die dritte Diskussions-Zigarette an. »Sie weiß, was sie will«, sagt er und schlägt den Katalog noch mal auf. »Ja«, ertönt ihr Freudenschrei, »genau dieses Rücklicht soll es sein.« Der 200er-Hinterreifen steht noch etwas orientierungslos neben dem Rahmen in der Werkstatt. »Das geht schon«, machen sich die beiden gegenseitig Mut. Fred freut sich, dass Siggi ihren Vorstellungen näher kommt. Über die Springergabel wird nicht mehr diskutiert, sie bleibt. Die Farbe steht noch nicht fest, Farbkataloge werden studiert. »Nicht zu auffallend«, ist Siggis Wunsch. Ein dunkles Grau könnte es werden, doch bis zur endgültigen Entscheidung, schwant Fred, »wird das noch die eine oder andere Zigarette dauern«. Egal, Siggi weiß, was sie möchte, und Fred wird es schon richten.

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