Zum Thema (Archivversion) And The Winner is ...

Die Motorräder des Jahres 2008 sind gewählt.

35148 Stimmkarten und Internetwertungen zur Leserwahl sind eingegangen. Die Ergebnisse erstaunen. Sieger sind BMW, Ducati, Harley, Vespa und Triumph. Nur sieben der 24 Podestplätze gingen an die japanischen Hersteller. Warum?
Klar ist, unsere Leserinnen und Leser wählen ihre Träume, nicht unbedingt das, was sie kaufen würden. Klar ist aber auch, bei den großen Vier in Japan ticken die Uhren langsamer als bei den europäischen Nischen-Herstellern. Die geben mit ihren schmaleren Modellpaletten oftmals den Takt an. Beispiel Ducati: Supersportler und MotoGP-Replika in tollem Design, ein Traum für jeden Motorrad-Fan. Gekauft wird natürlich hauptsächlich deutlich Erschwinglicheres aus Japan.

Beispiel Chopper/Cruiser: Eine Kawasaki VN 900 hat gegen die Harley-Übermacht sicher keine Chance, findet gleichwohl blendenden Absatz und ist eines der am besten gehenden Kawasaki-Modelle.

Und so werden die großen Vier auch 2008 wieder die meisten Maschinen verkaufen. Preiswerte, alltagstaugliche und zuverlässige Motorräder vom Schlage einer Suzuki Bandit 1250 oder einer Honda CBF 1000 motorisieren die Massen. Weshalb es letztlich nicht weh tun muss, wenn in dieser Klasse eine 15000-Euro-BMW gewinnt.

Vielleicht werden wir uns in Zukunft aber wundern. Denn wenn die japanischen Hersteller neben ihrer bekannten Verlässlichkeit auch noch Herzblut in ihre Motorräder einbauen, dann kann sich das Blatt bei der Leserwahl rasch wenden. Das zeigt die Honda CB 1000 R. Wer hätte gedacht, dass der größte Hersteller der Welt wieder mal ein solch mutiges Motorrad auf die Räder stellt? Der Lohn folgte auf dem Fuß. Dritter Platz bei den Naked Bikes, obwohl es noch nicht mal einen Fahrbericht gab.

Herzlichst Ihr
Michael Pfeiffer

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