Zum Thema (Archivversion) Bravo MV Agusta

Was haben die MV-Agusta-Mannen in den letzten Jahren alles einstecken müssen. Kaum ein MOTORRAD-Vergleichstest, an dem sich die edlen Renner aus Norditalien nicht die rote Laterne umhängen durften. Dazu kam
ein extrem missglückter Dauertest mit Motorschaden und ein
weiterer Motorschaden bei Testfahrten auf dem Nürburgring. Da lief so einiges schief.
Doch in letzter Zeit lassen positive Nachrichten über MV wieder aufhorchen. Mit der sündhaft teuren 1100 CC bauen
die Italiener das derzeit stärkste Motorrad der Welt. Und
mit der neuen F4 R 312 sehen sie nicht nur auf der Straße,
sondern auch auf der Rennstrecke in der Superstock-Weltmeisterschaft richtig konkurrenzfähig aus.
Entsprechend hoch war die Spannung, wie sich die deutlich überarbeitete Version der F4 1000 R beim alljährlichen Master Bike schlagen würde. Dieser größte internationale Supersportler-Test gilt seit Jahren als echter Prüfstein. Kämpfen doch die schnellsten Tester der wichtigsten Zeitschriften aus 13 Ländern ein Woche lang um die beste Rundenzeit. Und fuhren mit der neuen MV, trotz anfänglicher Bremsen-Sperenzchen, ganz nach vorn. Den ausführlichen Bericht dazu lesen Sie ab Seite 18.
MV-Agusta-Boss Claudio Castiglioni, der sich momen-
tan um die Sanierung seiner Firma kümmert und die Offroad-
Marke Husqvarna verkaufen will, kann sich endlich wieder freuen. Das – notgedrungen – zähe Festhalten an dem bestehenden MV-Konzept zahlt sich wohl doch noch aus.
Also haut Castiglioni schon mal auf den Putz: 2008 will er
mit Renn-Hero Carl Fogarty als Teamchef in der Superbike-Weltmeisterschaft antreten (siehe Seite 160). Viel Glück.

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