zum thema (Archivversion) Die neue<br /><br /> Top-Klasse

Selten, sehr selten muss MOTORRAD einen Vergleichstest mit acht Maschinen durchführen, um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine Klasse hinreichend zu ordnen. Bei den 1000er-Supersportlern genügen eigentlich vier, die großen vier aus Japan. Oder bei den 600er-Supersportlern sind
es sechs Maschinen, wenn man die Hubraumgrenze von 600 cm3 auflöst und die Triumph 675 und Ducati 749 mitspielen lässt.
Zu wahrer Pracht wuchs in den letzten zwei Jahren das
Segment der großen Naked Bikes. Entstanden aus der Not europäischer Hersteller, sich gegen die japanische Übermacht mit Ideenreichtum zu wehren, erblickten schon in den 90er Jahren
so bahnbrechende Motorräder wie die herrliche Triumph Speed Triple oder die Ducati-Monster-Modelle das Licht der Schauräume. Benelli, BMW und KTM zogen nach.
Das Konzept, einen hubraumstarken und kräftigen Motor in
ein nahezu unverkleidetes Motorrad zu stecken, garniert mir einem sehr sportlichen Fahrwerk und besten Bremsen, kommt
an. Spielt sich doch das Motorradfahrerleben hauptsächlich zwischen 60 und 160 km/h ab. Einem Bereich, in dem Durchzug, Sound, Ansprechverhalten und sauber abgestimmtes, handliches Fahrwerk Trümpfe sind.
Das hätte Yamaha einmal genauer analysieren müssen. Dann
wäre statt des neuen Hochdrehzahl-Motors der R1 der alte Fazer-
Antrieb verwendet worden. In der neuen Top-Klasse muss sich
Yamaha also erst noch orientieren. Aber nicht nur von dem Hersteller mit den drei Stimmgabeln im Logo werden wir noch einiges zu sehen bekommen. Kawasaki und Suzuki präsentieren noch dieses Jahr neue, starke Naked Bikes. Dann gibt es eben einen
Vergleichstest mit zehn Maschinen...

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