zum thema (Archivversion) BMW geht <br /><br /> in die Vollen

Diese Titelgeschichte von MOTORRAD hat es in sich. Gelang es doch der Redaktion, gleich drei geheime Zukunftsprojekte von BMW zu enttarnen. Die sehr sportliche Hard-Enduro ist dabei eine echte Überraschung,
verzichten die Münchner zugunsten perfekter Offroad-Eigen-
schaften sogar auf ihr Telelever-Fahrwerk. Das zielt klar gegen KTM. Dass die neue K-Baureihe neben der sportlichen S und
der nackten R auch noch einen Sporttourer hergibt, verwundert
dagegen nicht. Erstaunlich ist jedoch der Entwicklungsstand.
Die Maschine scheint schon fast fertig. Eine Retourkutsche
auf die erfolgreiche Yamaha FJR 1300.
Nun aber der Hammer: Die Weißblauen bringen in der Mittelklasse eine komplett neue Baureihe mit Zweizylinder-Reihenmotor! Kein Zweifel: BMW geht in die Vollen. Und voll gegen die Volumenmodelle der japanischen Motorradindustrie. Von Honda CBF 600 über Suzuki Bandit 650 bis zur Yamaha Fazer.
Mutig, mutig, liebe Münchner! Die Zeit der vornehmen Zurück-
haltung, der milden Pflege etwas sonderbarer Konstruktionen
wie der alten K-Baureihe mit dem liegenden Reihenvierer oder den vibrierenden, zähen ersten Vierventil-Boxern scheint endgültig vorbei. Moderne, neue und kraftvolle Motoren treiben die Marke Richtung Zukunft.
Nur so funktioniert es. Davon bin ich überzeugt. Allein mit
Mut und Kraft können Krisen überwunden werden. Der deutsche Motorradmarkt schrumpft schon zu viele Jahre, als dass noch Zaudern angesagt wäre. Ich bin gespannt, wie lange sich die großen vier aus Japan das muntere Bajuwarentreiben noch
ansehen. Irgendwann werden sie zurückschlagen. Und richtig
investieren, ein Feuerwerk an innovativen Neuheiten entfachen. Genau das bräuchte der Markt.

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