zum thema (Archivversion) Was macht <br /><br /> bmw Besser?

Wenn die Testmannschaft von MOTORRAD zu einem grossen Reiseenduro-Vergleichstest aufbricht, stellt sich immer dieselbe Frage: Kippt die BMW diesmal vom Thron? Reichen die Modifikationen der anderen Hersteller,
in diesem wachsenden Segment nach vorn zu preschen? KTM
mit der verbesserten Adventure, Honda mit einer aufgewerteten Varadero, Triumph mit der neuen Tiger?
Die Grundrezeptur kennen alle: ein starker Zwei- oder Dreizylinder – gewiss. Ein großer Tank – klar. Bequeme Sitzposition – natürlich. Koffersystem – optional oder serienmäßig. Das schaffen die meisten. Doch dann wird’s eng. Touring-Qualitäten in Ver-
bindung mit toller Fahrdynamik, guter Stabilität, Kardanantrieb, ABS und jeder Menge sinnvollem Zubehör – das bietet nur BMW in einer Maschine.
Schade eigentlich. Denn die Reisefraktion würde sich gerne auch mal bei anderen Marken umsehen. Nicht jeder steht auf Weißblau und Boxer. Aber umfassend investieren will die Konkurrenz offensichtlich nicht. Lieber ein bisschen über den schwachen Markt jammern. KTM sucht die Nische, Triumph ebenfalls, Aprilia müsste weiterentwickeln, Suzuki baut einen schnellen TDM-Verschnitt. Honda hätte es drauf. Eine konsequente
Varadero mit Kardan, 40 Kilogramm weniger auf den Rippen, qualitativ hochwertigem Zubehör, das dürfte für den größten Zweiradhersteller der Welt kein Problem sein. Er müsste es
nur wirklich wollen. Müsste den gleichen Elan an den Tag legen,
mit dem er alle zwei Jahre einen 2300 Gramm leichteren und
drei PS stärkeren 600er-Supersportler auf den Markt bringt.
Warum er das nicht tut? Keine Ahnung.
Yamaha hängt sich endlich wieder rein. Demnächst steht eine neue Großenduro in den Startlöchern. Und wenn die Marke mit den gekreuzten Stimmgabeln so zielgenau vorgeht wie bei der erfolgreichen FJR 1300, dann wird sich BMW ranhalten müssen.

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