zum thema (Archivversion) Zurück <br /><br /> nach Köln

Kaum war Die Messe vorbei, fällten die Verant-
wortlichen der Motorradindustrie eine harte
Entscheidung: Die nächste Intermot soll nicht in München, sondern in Köln stattfinden. Köln? Da waren wir doch schon
einmal. IFMA hieß die Messe damals. Und die IFMA war fast schon Kult, denn in den leicht angegrauten Kölner Messe-
hallen kumulierte alles, was zwei Räder hatte, zu einem leicht chaotischen Happening. Fahrräder standen neben den neuesten Tausendern, dazwischen fachsimpelte das Publikum am Bratwurststand von Mutter Käthe.
Das war zu viel. Zumindest der Motorradindustrie. Man
wollte sich weder zusammen mit Fahrrädern noch mit Bratwürsten präsentieren. In München lockten cleane Messehallen mit
modernster Architektur und Autobahnanschluss. Dort konnte
sich die Pracht der Messestände zu manchmal protziger Größe entfalten. Den Business-Leuten war das recht, den Fachbesuchern und Journalisten billig.
Die Biker stimmten ab, und zwar mit den Reifen. Wenig
drehte sich Richtung München, bereits Ruhrpottler mussten
übernachten, Norddeutsche sowieso. Da halfen selbst die tollsten Werbekampagnen und die besten Aktionen nicht. Nur 80000 Motorradfahrer tröpfelten pro Intermot in die Bayern-Metropole. Man hatte Hürden aufgebaut, und die wirkten. Die Besucher-
zahlen blieben stets hinter den Erwartungen zurück.
Jetzt also Kommando zurück nach Köln. Mitten in Deutschland. Macht irgendwie Sinn. Ich freu’ mich schon drauf.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel